1.200 Tonnen Trockensalz und 37.000 Liter Feuchtsalz vorrätig

„Winterdienst“ des Kreises Borken ist auf die kalte Jahreszeit vorbereitet

Mit insgesamt elf Fahrzeugen sorgt das Team des Winterdienstes für freie Straßen.

Der erste Schnee ist derzeit noch nicht in Sicht, doch der „Winterdienst“ des Kreises Borken zeigt sich bereits gerüstet. Ralf Jürgens, Leiter des Interkommunalen Bauhofes des Kreises Borken und der Stadt Gescher, sieht sich und sein 26-köpfiges Team gut aufgestellt für einen möglichen Wintereinbruch. Schon deswegen, weil die vergangene kalte Jahreszeit vergleichsweise mild verlief: „Nur“ 600 Tonnen Salz wurden seinerzeit gestreut. Daher lagert noch viel Altbestand am Interkommunalen Bauhof des Kreises Borken in Gescher und in zwei Hallen in Borken-Gemen, der direkt als Vorrat für diesen Winter dient. Insgesamt 1.200 Tonnen Trockensalz und 37.000 Liter des selbst produzierten Feuchtsalzes stehen dem Team zur Verfügung.

So läuft der Winterdienst dann ab: Basierend auf verschiedenen Wetterberichten wird recht kurzfristig, rund 24 Stunden vorher, festgelegt, ob für die Nacht eine Bereitschaft eingerichtet und ein Schichtplan benötigt wird. Die Bereitschaft beginnt dann nachts um drei Uhr. Um diese Zeit entscheidet der verantwortliche Mitarbeiter des Bereitschaftsdienstes, ob in dieser Nacht der Winterdienst auf die Straßen geschickt werden muss. Ist dies der Fall, benachrichtigt er umgehend alle Mitarbeiter, die Dienst haben. Halb vier in der Früh am Bauhof geht’s dann los: Dort müssen die Fahrzeuge – acht Großfahrzeuge sowie zwei für die Radwege und eins für die Außenbereiche der kreiseigenen Gebäude – befüllt und die Routen abgesprochen werden. Die großen LKW werden mit zwei bis vier Tonnen beladen, die kleineren mit rund 500 Kilo Salz. Wenn alles „normal“ läuft, dann sind bis sieben Uhr alle Straßen und Radwege im Zuständigkeitsbereich sowie die Flächen an den kreiseigenen Gebäuden gestreut. Länger dauert es, wenn es mal über einen größeren Zeitraum schneit. Auf insgesamt 460 Kilometern Kreisstraßen, 100 Kilometern Radwegen, dazu Flächen an eigenen Gebäuden sorgt dann das elfköpfige Team des Winterdienstes für freie Straßen.

Da von den Großfahrzeugen bislang zwei nicht für die Schneeräumung ausgestattet sind, rüstet der Bauhof demnächst auf. Die entsprechenden Fahrzeuge werden gegen zwei Volvos „getauscht“, die dann wie die übrigen Fahrzeuge im Fuhrpark des Interkommunalen Bauhofs diese Tätigkeit ausführen können. Trotz gestreuter bzw. geräumter Kreisstraßen richtet Ralf Jürgens immer wieder folgenden Appell an die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer: „Bitte machen Sie frühzeitig Ihr Auto wintertauglich und fahren Sie immer den Gegebenheiten entsprechend vorsichtig!“