25 Jahre und mehr für die Eine Welt

Zwei Vredener Vereine blickten am vergangenen Donnerstag auf 25 Jahre gemeinsame Arbeit zurück

Zu der Jubiläumsfeier im kult, begrüßten der Vorsitzende des Weltladen e.V. Vreden Ulrich Kipp und die Vorsitzende des Eine-Welt-Kreises Vreden e.V. Monika van Beek, die ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen des Weltladens, die Mitglieder des Eine-Welt-Kreises und weitere geladenen Gäste.

In einfühlsamer Weise gab das Gitarre-Flöten-Ensemble Andrea Küpers, Annette von der Assen, Gertraud Feller und Mechthild Orriens der Veranstaltung einen festlichen Rahmen.

Ulrich Kipp und Monika van Beek betonten: „Der Eine-Welt-Kreis und der Weltladen sind zwei eigenständige Vereine. Sie wurden 1996 gleichzeitig gegründet und verstehen sich als Einheit mit dem gemeinsamen Ziel: Mehr Gerechtigkeit und ein menschenwürdiges Leben auf einer gesunden Erde für alle Menschen weltweit.“

Ausführlich stellten sie die zwei Säulen der Eine-Welt-Arbeit dar - den Verkauf von fair gehandelten Waren (Weltladen) einerseits und die Informationsarbeit zu entwicklungspolitischen Fragen und zu Fragen und Problemen der Länder des globalen Südens (Eine-Welt-Kreis) andererseits.

Unter dem Titel „40 Jahre zivilgesellschaftliches Engagement in Vreden und andernorts“ erläuterte der Festredner des Abends, Ulrich Jost-Blome - ehemaliger Leiter der Abteilung Weltkirche im Bistum Münster - unter anderem die Entstehung der Eine-Welt-Initiativen in Westeuropa in den 80er Jahren. „Auch in Vreden setzten sich seit 1983 bereits Menschen ein gegen die Ungerechtigkeit zwischen globalem Süden und globalem Norden.

Eine Gruppe von Schülern verkaufte mit ihrem Lehrer Walter Gehling fair gehandelten Kaffee aus Guatemala und verteilte Infomaterial über die Arbeitsbedingungen der Kaffeebauern.“

Ulrich Jost-Blome zeigte den Zusammenhang der verschiedenen Facetten des zivilgesellschaftlichen Eine-Welt-Engagements auf. Dies kam schon früh zum Ausdruck in der Friedensbewegung, in den Forderungen nach einem Schuldenerlass für Länder des Südens, in der Verurteilung der Billionen verschlingenden Wettrüstung, sowie in der heutigen Klimabewegung. „Der Klimawandel verstärkt die globale Ungerechtigkeit, da die in Armut lebenden Menschen auf der südlichen Halbkugel die Hauptleidtragenden sind.“

Der Geschäftsführer des Pater Beda Kreises Udo Lohoff sagte mit Blick auf die vier Partnerprojekte der beiden Vredener Vereine in Brasilien und Simbabwe: „Es lohnt, sich zu engagieren. Nach so vielen Jahren kann man wirklich feststellen, dass die Hilfe kein sogenannter Tropfen auf den heißen Stein ist. Es ist eine lebendige Partnerschaft auf Augenhöhe entstanden. Das macht Hoffnung auf mehr.“

Anstelle eines Umtrunks erhielt jeder Gast als Stärkung für den Heimweg eine kleine Tafel fair gehandelter Schokolade aus dem Weltladen.

Zuvor aber lud Manfred Grotevent, Vorstandsmitglied im EWK, dazu ein, der stimmgewaltigen argentinischen Sängerin politischer Lieder Mercedes Sosa zuzuhören: „Solo le pido a Dios“ – „Ich bitte Gott nur darum, dass das Ungerechte mir nicht gleichgültig sein wird.“  

Bei Youtube: www.youtube.com/watch?v=S6criP2PlXM