Die Teilnehmer*innen des Treffens - von rechts nach links: 1. Kreisrat Dr. Michael Kiehl (Kreis Grafschaft Bentheim), Dezernent Carsten Rehers (Kreis Steinfurt), Landrat Uwe Fietzek (Kreis Grafschaft Bentheim), Kordula Blickmann (Leiterin des Fachbereichs Natur und Umwelt des Kreises Borken), Landrat Dr. Kai Zwicker (Kreis Borken), Watergraaf Stefan Kuks (Waterschap Vechtstromen), Heemraad Frank Wissink (Waterschap Rijn en Ijssel), Peter van der Wiele (Waterschap Vechtstromen) sowie Stéphanie Woldringh und Tobias Renner vom GPRW-Koordinierungsbüro

„Grenzüberschreitende Plattform für Regionale Wasserwirtschaft“:

Behördenleiter, darunter Borkens Landrat Dr. Kai Zwicker, legen Arbeitsprogramm 2020 bis 2023 fest

Seit 2011 arbeiten deutsche und niederländische Behörden im Grenzgebiet erfolgreich in der “Grenzüberschreitenden Plattform für Regionale Wasserwirtschaft” zusammen.

Im vergangenen Jahr haben diese Institutionen dann die Absicht erklärt, die Kooperation im Zeitraum von 2020 bis 2023 fortzusetzen. Künftig wird neben den Kreisen Grafschaft Bentheim und Borken sowie den Waterschapen Vechtstromen und Rijn en Ijssel auch der Kreis Steinfurt daran teilnehmen. Jetzt haben die Spitzen dieser Behörden in Gronau das Arbeitsprogramm für die kommenden Jahre festgelegt. Zentrale Handlungsfelder sind:

  • Hochwasser- und Katastrophenschutz – so wird beispielsweise bereits im März eine groß angelegte deutsch-niederländische Hochwasserübung durchgeführt
  • Klimafolgenanpassungen, insbesondere Umsetzung einer koordinierten Dürrestrategie und Erarbeitung möglicherweise notwendig werdender grenzüberschreitender Vereinbarungen in Dürrezeiten
  • Nährstoffeinträge und nachhaltige Landwirtschaft
  • Nutriabekämpfung
  • Realisierung gemeinsamer Initiativen und Projekte für lebendige und saubere Gewässer
  • Zudem werden die Umsetzung der europäischen Wasserrahmen-Richtlinie und der Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie sowie die Durchführung von Projekten unterstützt.

Zum Hintergrund:

Im Rahmen der “Grenzüberschreitenden Plattform für Regionale Wasserwirtschaft” (GPRW) kümmern sich die beteiligten deutschen und niederländischen Institutionen gemeinsam um wasserwirtschaftliche Themen, die sich aus europäischen Richtlinien und aus der täglichen Praxis ergeben. Sie unterstützen dabei konkrete Maßnahmen und Projekte, die abzielen auf:

  • lebendige und saubere grenzüberschreitende Fluss- und Wasserläufe
  • Hochwassersicherheit in den Flusssystemen von Vechte, Dinkel, Berkel und Ijssel – auch mit dem Ziel einer engen Zusammenarbeit in Hochwassersituationen, künftige –Herausforderungen wie Klimawandel und daraus resultierende mögliche Folgen wie Wasserknappheit
  • nachhaltige Grundwasserbewirtschaftung
  • grenzüberschreitende Gebietsentwicklung entlang der grenzüberschreitenden Flussläufe

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