75 Jahre Bombardierung Vreden

Die zerstörte Stiftskirche. aus: Hermann Terhalle, Vreden an der Jahrtausendwende (1999), S. 495

An sich hätte am 21.3. im Garten der Ruhe (Alter Friedhof) eine – natürlich abgesagte – Veranstaltung zur Erinnerung an den Bombenangriff auf Vreden stattgefunden, mit einem Gedenken an die vielen Toten. Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch wendet sich aus diesem Anlass an alle Vredener*innen:

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

trotz der Corona-Krise gibt es andere Ereignisse, die wir nicht völlig vergessen sollten:

[…] Der 21. März 1945 war eines der schrecklichsten historischen Ereignisse für unsere Stadt – mit Auswirkungen, von denen noch heute viele Familien leidvoll berichten können. Der 75-jährige Jahrestag der Bombardierung ist damit für uns in Vreden natürlich zunächst ein Tag der Trauer.

Gleichzeitig signalisierte die Bombardierung aber auch in Vreden das nahende Ende des schrecklichen NS-Regimes und damit das Ende des von Deutschland ausgegangenen Zweiten Weltkriegs, mit dem unser Land viel Elend auch in andere Länder getragen hatte. Umso dankbarer dürfen wir sein, dass unsere niederländischen Freunde und Nachbarn sich entschieden haben, ihr 75-jähriges Jubiläum der Befreiung mit uns zusammen als "75 Jahre Frieden und Freiheit" zu begehen. Leider fallen auch dazu viele Veranstaltungen aus. 

"75 Jahre Frieden und Freiheit" zeigen, dass selbst die Bombardierung Vredens vor 75 Jahren nicht das Ende war. Auch die Corona-Krise werden wir deshalb gemeinsam bewältigen! Gerade die ältere Generation, die damals den Wiederaufbau geleistet hat, benötigt aber nun unsere Solidarität. Bitte halten Sie sich deshalb an die angeordneten Maßnahmen. Vielen Dank!

Schadensplan der Stadt Vreden – Ortskern
(Copyright: Bild: Hermann Terhalle, Vreden an der Jahrtausendwende (1999), S. 498)
0 0,00