Antrag zur Gleichstellung der Kita-Beitragszahlung

KREIS BORKEN. In ihrer Online-Sitzung in der vergangenen Woche hat die SPD-Kreistagsfraktion zwei Anträge formuliert, die sie in der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses stellen wird. Im ersten Antrag geht es um die Gleichstellung der Kita-Beitragszahlung für Kita-Kinder, wenn Geschwisterkinder auf Grund ihrer Behinderung in einer sonderpädagogischen Einrichtung betreut werden. Die SPD-Fraktion möchte, dass ab dem 1. August 2021 die Beitragsbefreiung für Geschwisterkinder, die eine Kita besuchen, auch dann angewandt wird, wenn das ältere behinderte Geschwisterkind eine sonderpädagogische Einrichtung besucht. Außerdem soll das Jugendamt des Kreises Borken diese Änderung auch als Anregung an die Jugendämter der Städte Bocholt, Borken, Ahaus und Gronau weitergeben, damit auch dort eine Gleichbehandlung erreicht wird. Die SPD-Fraktionsvorsitzende Elisabeth Lindenhahn spricht für ihre Kolleginnen und Kollegen, wenn sie sagt: „Gerade Eltern von behinderten Kindern stehen vor besonderen Belastungen. Daher ist diese Gleichbehandlung absolute notwendig und fair.“ In Antrag Nummer zwei fordert die SPD-Fraktion eine Unterstützung der Tageseltern im Zuständigkeitsbereich des Kreis-Jugendamtes. Konkret soll Tagespflegepersonen pro Kind, das betreut wird, ein jährlicher Sachkostenzuschuss in Höhe von 100 Euro gewährt werden. Zusätzlich soll das Kreisjugendamtes diese Änderung als Anregung an die kommunalen Jugendämter im Kreis weitergeben, ebenso zu verfahren.
Zur Begründung heißt es im Antrag unter anderem: „Kindertagespflege muss im Kreis Borken erhalten bleiben, qualitativ hochwertig sein und nach unserem Dafürhalten auch ausgebaut werden.“ Diese Maßnahme sei auch ohne weiteres finanziell realisierbar, ist sich die SPD-Fraktion in ihrer Begründung sicher: „Bei rund 700 Tageskindern kämen jährlich Ausgaben von um die 70.000 Euro auf den Kreis zu. Damit wird den Tagespflegeeltern auch Wertschätzung für diese wichtige Aufgabe entgegengebracht.“

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