Aus Totholz wird neues Leben

Im Garten, in der Land-, und -Forstwirtschaft sowie in der Landschaftspflege fällt durch Hecken-, oder Obstbaumschnitte und andere Aufräumarbeiten jede Menge Holz an.

Mit diesem „Totholz“ lassen sich sogenannte Benjeshecken bzw. Totholzhecken herstellen.

Dafür werden immer abwechselnd links und rechts im Abstand von circa einem Meter stabile Äste oder Holzpfosten in den Boden gesteckt. Das Totholz wird vertikal dazwischen gelegt.

Im Laufe der Zeit sackt die Hecke ab und Vögel tragen Samen ein. Die Hecke beginnt zu leben. Gehölze und Stauden wachsen und die Hecke blüht. Jedes Jahr im Herbst und Frühjahr kann neues Schnittgut nachgelegt werden. So schafft man einen artenreichen Lebensraum im Garten und spart sich viel Arbeit. Die Hecke kann an Grundstücksgrenzen und an anderer Stelle als Abgrenzung dienen. So wie sie es in Kulturlandschaften bereits seit Jahrtausenden tut, denn so alt ist das Prinzip der Totholzhecke bereits. Wer nicht warten will, bis die Vögel Samen eintragen, kann seine Hecke auch nach eigenen Vorstellungen bepflanzen. So entsteht ein echter Blickfang, der nichts kostet!

Das NABU-Team in Vreden hat solch eine Hecke in der Nähe des Fledermausbunkers angelegt. Dieses Exemplar wurde mit Material aus den Schnittmaßnahmen der Stadt Vreden angelegt. Dadurch hat diese Totholzhecke etwas größere Dimensionen als es für einen normalen Garten sinnvoll erscheint  aber sie zeigt anschaulich wie einfach es ist, solch eine Hecke zu bauen.

Der Gewinn für die Umwelt ist groß:

Die Hecke bietet Unterschlupf für Insekten, Amphibien, Reptilien, Spinnen, aber auch Vögel, Fledermäuse, Igel, Haselmäuse usw.

Nicht nur in warmen Sommern ist Totholz Lebensraum, auch im Winter halten sich hier viele Tiere auf. Sie überwintern sicher im Schutz des Geästs am Boden, in Käferbohrlöchern, unter der Rinde und anderen Hohlräumen. Außerdem finden sie hier auch Nahrung und Baumaterial.

Also, einfach mal machen!

Informationen bereitgestellt vom NABU.de und dem NABU-Team in Vreden.

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