Berkel-Bürgermeister treffen sich bei der Berkel-Konferenz

Viele gemeinsame Themen auf der Tagesordnung

Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der deutschen Berkelseite testen die Berkel-Bed-Box – einen Fahrradcamper, der Platz zum Übernachten bietet.

Die Berkel fließt vom Quellort Billerbeck bis zur Mündung in die Ijssel im niederländischen Zutphen und prägt dabei die Landschaft – das ist soweit bekannt. Aber sie verbindet auch acht Städte, deren Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sich regelmäßig zum Austausch treffen. Die 9. Berkelkonferenz hat kürzlich in Gescher stattgefunden.

Inhaltlich lag der Programmschwerpunkt beim Thema „grenzüberschreitender Tourismus“. Nach einem Impulsvortrag durch die Saxion Hochschule und Erfahrungsberichten aus den beiden Regionen Achterhoek und Westmünsterland stiegen die Beteiligten in die Diskussion für weitere Entwicklungspotenziale ein. Auch neue Berkel-Projekte wie der Volkslauf Berkel Run und die Berkel-Bed-Box als unkonventionelle Übernachtungsmöglichkeit sowie moderne und nachhaltige Verkehrs-Sharing-Modelle wurden vorgestellt.

„Fest steht: Wir wollen die Zusammenarbeit der Kommunen entlang der Berkel weiter stärken“, berichtet Bürgermeister Dr. Tom Tenostendarp nach der Berkelkonferenz. „Das betrifft die Bereiche Wassergewinnung und Wasserschutz, aber auch den gemeinsamen Tourismus.“

Vom 6. bis zum 8. Mai findet das Berkelfestival statt. Das jährliche Berkelfestival feiert die attraktive Landschaft, die lebendigen Städte und die vielfältige Kultur entlang des Flusses. Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr in Stadtlohn, aber auch die anderen Kommunen, die auf deutscher und auf niederländischer Seite entlang der Berkel liegen, beteiligen sich am Rahmenprogramm.

Auch in Vreden finden Aktion statt. Besucherinnen und Besucher können sich auf eine spannende Sonderführung jeweils am 7. Mai und am 8. Mai um 15.00 Uhr durch die Dauerausstellung im kult Westmünsterland freuen. Seit Jahrhunderten verbindet die Berkel als zentraler Handelsweg die Menschen in den über Staatsgrenzen hinweg. Welche Bedeutung hatte der Tabak für das Leben an der der Berkel? Warum sind die ausgestellten Tabakdosen so aufwendig graviert? Welche Rückschlüsse lassen sich aus Motiven auf Wandfliesen des 18. Jahrhunderts auf deren Besitzer ziehen und wie sieht der Warenverkehr heute aus? Anhand ausgewählter Objekte aus der Region nimmt unsere Sonderführung die Interessierten mit auf eine Zeitreise, in der die Berkel die einzige Möglichkeit darstellte, größere Mengen an Waren und Luxusgütern zu transportieren. Die Führungen werden in deutscher Sprache durchgeführt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, Eintritt kostet 4 Euro, ermäßigt 2 Euro. Das gesamte Programm zum Berkelfestival ist auf https://berkelfestival.eu/ zu finden.