Besuch im Haus der Geschichte in Bonn

Eine Kopie des Original-Sprechzettels von Günter Schabowski vom 9.11.1989 besitzen jetzt einige Mitglieder des Heimatvereins.

Das Dokument, das den Fall der Mauer auslöste, ist nur eines von 9.000 Schaustücken zur Geschichte Deutschlands seit 1945 und wegen des besonderen Interesses hat das Museum Kopien zum Mitnehmen für die Besucher gemacht. Gut 30 Interessierte besuchten am 7. März 2020 das Haus der Geschichte in Bonn.

Zunächst nahmen sie in zwei Gruppen an einer freundlichen und kompetenten Führung teil, deren Dauer von 90 Minuten wie im Fluge verging, so dass die meisten sich nochmals auf dem Weg durch die Geschichte der beiden Staaten machten, die nach 1945 auf deutschem Boden entstanden. Dabei konnte die  Entwicklung verfolgt werden, die es in Politik, Wirtschaft und auch Gesellschaft jeweils gab. Passend zum Weltfrauentag wies die Führerin z.B. auf eine anonyme Befragung in den 60er Jahren hin, in der beinahe 70 Prozent anonym befragten Frauen angaben, dass der natürliche Platz der Frau im Haushalt und bei den Kindern sei. Beeindruckend waren die zahllosen Bild- und Tondokumente, an deren Entstehung manche sich noch erinnern konnten.

Viele nutzen auch die Gelegenheit, um in den Original-Sitzen des ersten deutschen Bundestages Platz zu nehmen und Bundestagsdebatten zuzuhören.

Dass die Geschichte nicht aufhört, verdeutlichte die Führerin an zwei neueren Ausstellungsstücken, einem am 11.09.2001 arg ramponierten Eisenstreben aus dem World Trade Center und einem Flüchtlingsboot. Die Gruppe schätzte die Zahl der Flüchtlinge auf 30 bis 50, die in dem Boot Platz gefunden hätten. Tatsächlich waren es aber 70 gewesen und Flüchtlinge hätten ihr berichtet, so die Führerin weiter, dass die Qualität des Bootes und die Zahl von nur 70 Personen in dem Boot „Luxus“ gewesen seien. Eine Gruppe stellte sich zur Erinnerung an die Fahrt des Heimatvereins für ein Erinnerungsfoto neben dem Schaustück zur neuesten deutschen Geschichte auf.

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