„Dem Zwillbrocker Venn geht es alles andere als gut“…

Mit diesem Fazit sah sich am vergangenen Dienstag die SPD-Kreistagsfraktion konfrontiert, am Ende einer Informationsveranstaltung mit Dr. Dietmar Ikemeyer in der Biologischen Station Zwillbrock.

Die Fraktion hatte den Kontakt mit dem Leiter der Biologischen Station aufgenommen, um sich vor Ort aus erster Hand, über den aktuellen Zustand des bundesweit bekannten Naturschutzgebietes an der niederländischen Grenze zu informieren. Und was der Biologe den SPD-Politikern zu berichten hatte, ist durchaus besorgniserregend.

Das betrifft zunächst in besonderem Maße die Fläche des inzwischen völlig ausgetrockneten Sees im Osten des eigentlichen Moorkörpers. „Es ist ein Desaster“, beschrieb Ikemeyer die Situation eindringlich, „Weil das Klima mittlerweile schon seit Jahren nicht mehr dafür sorgt, dass der See wenigstens im Winter noch vollläuft.“

Dass dieser See, der Mitte der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts ausgebaggert wurde und seit 1982 die berühmte Flamingo-Kolonie beherbergt, als Flachwasser tendenziell zur Verlandung neige, sei schon immer so gewesen. „Aber nun ist alles trocken. Ob die Flamingos wiederkommen? Ich denke, erst einmal schon.“ Wie es denn jetzt weitergehe, fragte Elisabeth Lindenhahn, die Chefin der SPD-Fraktion. Man hat kürzlich einen etwa einen Meter tiefen Graben um die Brutinsel der Flamingos und der übrigen Wasservögel gegraben, der sich mit Wasser füllen soll. „Wir müssen abwarten, was das bringt“, so Ikemeyer vorsichtig, „Im Übrigen werden wir ein Gutachten in Auftrag geben, dass uns vielleicht Lösungswege aufzeigen wird.“

„Eines ist klar“, versicherte Elisabeth Lindenhahn am Ende dieses besonderen Treffens, „Wir werden uns in der Politik weiter um dieses Thema kümmern. Und wir werden auch die anderen Moorgebiete im Kreis im Blick haben.“

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