Der Madrigalchor Vreden beginnt wieder mit der Probenarbeit

Neustart in der Schützenhalle Gaxel

Der Madrigalchor bei der Probe in der Schützenhalle Gaxel

Am 18. August trafen sich Mitglieder des Madrigalchores nach fünf Monaten Pause zur ersten Probe nach dem coronabedingten Lockdown in der Schützenhalle Gaxel.

Da die Coronagefahr weiterhin besteht, und die Chormitglieder sich und andere nicht durch das gemeinsame Singen gefährden wollen, können Proben nur unter entsprechenden auch staatlich verordneten Sicherheitsvorkehrungen stattfinden. Dazu gehört die Beachtung der beim Singen vorgeschriebenen Abstände von seitlich drei Metern und von vier Metern in Singrichtung. Diese Anforderungen lassen sich in der Aula der Musikschule, wo die Proben für gewöhnlich stattfinden, aufgrund der mangelnden Größe nicht erfüllen. Die Halle in Gaxel hingegen bietet unter diesen Bedingungen für 35 Sängerinnen und Sänger ausreichend Platz und kann gut gelüftet werden.

Vor einigen Wochen hatte die Vorsitzende des Madrigalchores Doris Polanz die Madrigalisten darüber informiert, dass Chorproben eventuell wieder möglich sind. Bei der anschließenden Befragung der Mitglieder, ob die Proben unter diesen erschwerten Bedingungen wieder starten sollen, fiel der Großteil der Antworten positiv aus.

Also erarbeiteten die Schriftführerin Hedwig Upgang und Mitglieder des Vorstandes ein ausführliches Hygienekonzept, das von der Stadt Vreden genehmigt wurde. Nicht nur der Probenort hat sich geändert: Jedes Chormitglied, das an der Chorprobe teilnimmt, hat sich vorher angemeldet und verpflichtet sich mit seiner Unterschrift, das jedem vorliegende umfangreiche Regelwerk einzuhalten.

Der Probenabend begann vor der Schützenhalle mit einer Einweisung in das konkrete Verhalten der Chormitglieder in der Halle und in den Pausen durch die Hygienebeauftragten Josef Tekampe, 2. Vorsitzender, und Daniela Liesbrock, Kassenwartin.

Das vom Chorleiter Kurt-Ludwig Forg zusammengestellte Programm der Probe mit weitgehend bekannten Stücken sollte aufzeigen, wie sich das gemeinsame Singen bei großem Abstand zu den Nachbarn in einem so ungewohnten Raum anfühlt. Was hört man von den anderen Stimmen? Wie ist das mit der eigenen Lautstärke?

Erste Eindrücke der Probe konnten die Teilnehmer in den vorgeschriebenen Lüftungspausen austauschen. Anfangs war man noch recht skeptisch; gewöhnungsbedürftig und anstrengend, war zu hören, zumal die Stimme „eingerostet“ sei. Man höre nicht unbedingt den Nachbarn, wohl aber den Gesamtklang, die Akustik der Halle sei erstaunlich gut.

Kurt-Ludwig Forg zeigte sich zum Schluss der Probe durchaus zufrieden mit dem Verlauf des Abends. Der Chor beginne, sich an die Situation zu gewöhnen, er habe im Laufe des Abends an Sicherheit gewonnen. Der Chorleiter betonte, dass die gegenwärtigen Herausforderungen bei der Probenarbeit durchaus Chancen für die musikalische Entwicklung des Chores bieten. Auch die Sängerinnen und Sänger waren am Ende des Abends einhellig der Meinung, die Chorarbeit solle fortgesetzt werden. Das ergab die Frage nach der Anmeldung für die nächste Probe. Bleibt zu hoffen, dass die allgemeine Entwicklung der Pandemie das zulässt.

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