Die Schleiereule – ein gefiederter, nachtaktiver Mäusejäger

„Bei mir fliegen immer wieder mal Schleiereulen rum“, erfuhren die Natur Freunde Vreden Gaxel 2010. „Könnt ihr uns nicht einen Schleiereulen-Nistkasten in die Scheune bauen?“ Vier Tage später wurde der Wunsch der Familie Höing in die Tat umgesetzt.

Eine Eule gehört zum Bauernhaus – da sind sich Familie Höing und die Natur Freunde Vreden Gaxel 2010 einig. Sie macht zwar Dreck, wird aber als Mäusejäger sehr geschätzt. Bereits vor über 100 Jahren waren Landwirte gern Gastgeber für die eifrigen Mäusejäger. Daher war auch schon damals die Bereitschaft der Landwirte groß, geeignete Nistplätze zur Verfügung zu stellen.

Schleiereulen haben ein bis zwei Jahresbruten, abhängig von den Mäusen, in der Zeit von April bis Juni. Dabei baut die Eule kein Nest, sondern legt ihre Eier direkt auf den Boden. Die Brutstätte wird mit dem sogenannten Gewölle ausgelegt. Schleiereulen brüten vorzugsweise in Scheunen, Ruinen, Schlössern und Kirchtürmen. Mit einem Nistkasten kann der Schleiereule zusätzlich geholfen werden, falls kein geeigneter Platz zum Brüten vorhanden ist. Ebenso wichtig ist es, Gehöfte und Scheunen für Schleiereulen zu öffnen, da sie dort die Möglichkeit haben, auf Mäusejagd zu gehen. Ein kleines Einflugloch genügt bereits und ist gerade im Winter überlebenswichtig. Denn ohne Futter verhungert die Schleiereule nach einer Woche.