Fair muss fair bleiben – „ein bisschen fair“ gibt es nicht!

Die Handelspraxis großer Importeure setzt die Glaubwürdigkeit des Fairen Handels aufs Spiel.

So sind z.B. seit einiger Zeit die Kleinbauern in den Kaffeegenossenschaften zunehmend in ihrer Existenz bedroht.

Große Kaffee-Importeure setzen die Kleinbauerngenossenschaften massiv unter Druck.

Sie kaufen beispielsweise einen Container Bio-Arabica zu Fairtrade-Kriterien, nur dann, wenn die Genossenschaft bereit ist, einen zweiten Container sogar unter Weltmarktpreis zu verkaufen.

Solche sogenannten „Koppelgeschäfte“ sind nicht fair, denn viele Genossenschaften produzieren ausschließlich hochwertigen, meist Fairtrade-zertifizierten Biokaffee.

Das bedeutet also: Kaffeeproduzent*innen erhalten niedrigere Durchschnittspreise für Kaffee von hoher Qualität. Dieser Kaffee geht dann an Discounter und Supermärkte.

Der ehrliche Kaffeepreis jedoch, den die Fairhandelsimporteure wie GEPA, El Puente, dwp ausgehandelt haben, bleibt nach wie vor bestehen und sichert somit die Existenz der Kleinbauern.

Verbraucher*innen sollten „Greenwashing“ eine Absage erteilen - „ein bisschen fair“ gibt es nicht!

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