Huningsche Wassermühle im Stadtpark Vredens mit neuem Mühlrad

„Es klappert die Mühle am rauschenden Bach: Klipp klapp.“ Das Kinderlied kennt fast jeder, auch wenn er noch keine Mühle von innen gesehen hat.

Die Huningsche Mühle im Stadtpark Vredens klappert bereits seit über 200 Jahren, mit lediglich zwei Unterbrechungen. Ursprünglich stand sie in Ammeloe auf dem Bauernhof von Johann und Hermine Huning am Huningsbach. Als im Jahre 1978, im Zuge der Flurbereinigung Ammeloe II, der Huningsbach verlegt und somit auch der Mühle das Wasser abgegraben wurde, stand sie fortan still. Da zu dieser Zeit die Wasserkraft für den Antrieb der Kornmühle keine Bedeutung mehr hatte, drohte der letzten Wassermühle in Vreden der Verfall. Der Heimatverein Vredener Lande e.V. trug die Mühle Stück für Stück ab und baute sie 1998 am Ufer der Berkel im Stadtpark neu wieder auf. 20 Jahre klapperte sie an den Wochenenden in der Hofanlage. An den Aktionstagen, wenn die Mitglieder des Möllenkrings das Korn mahlten und anschließend aus dem Mehl Brot backten, begeisterte das nicht nur die Kinder, sondern auch die vielen Besucher des Stadtparkes.

Mit dem Neubau des kult wurde ihr 2016 erneut das Wasser abgegraben. Vier Jahre stand die Mühle nun wieder still. Das alte Wasserrad konnte durch die ungleiche Befeuchtung und starker Sonneneinstrahlung nicht wieder in Betrieb genommen werden.

Mit der Übernahme und Betreuung der Hofanlage durch die Bürgerstiftung Vreden sollte neben dem Backhaus und der Museumsschmiede auch die Mühle wieder ertüchtigt werden. Nach einer fachlichen Begutachtung durch einen Mühlenexperten stand sehr schnell fest, dass ein neues Wasserrad angefertigt werden muss. Die Bürgerstiftung Vreden beauftragte daraufhin die Firma Vaags aus Aalten (NL), ein neues Wasserrad aus Holz anzufertigen, um die Mühle wieder in Betrieb zu setzen. Am kommenden Sonntag, den 13. September, (Tag des offenen Denkmals), wird das Mühlrad wieder in Betrieb genommen. Mitglieder des Möllenkrings werden von 11 bis 17 Uhr vor Ort sein und interessierten Besuchern die Technik und Funktion einer 200 Jahre alten Mühle erläutern. Wir bitten alle Gäste bei einem Besuch genügend Abstand einzuhalten bzw. einen Mund- und Nasenschutz zu tragen.

Die Bürgerstiftung Vreden bedankt sich ganz herzlich bei allen Unterstützern und Sponsoren. Den wesentlichen Beitrag leisteten die Stadt Vreden und der Kreis Borken. Der Gesamtbetrag von über 28.000 Euro konnte durch weitere Zusagen von Spenden, der Sparkassenstiftung Westmünsterland, der Firma epcan und über Privatpersonen sowie der Bürgerstiftung aufgebracht werden. Der Möllenkring des Heimatvereins Vredener Lande e.V. kann nunmehr ihre Mühle wieder in Betrieb nehmen.

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