Jede Frau kann eine Künstlerin sein

Freuen sich auf viele interessierte Besucherinnen zur neuen Veranstaltungsreihe v.l.n.r.: Michael Schürmann (Öffentliche Bücherei), Gabriele Terhalle (Fachbereich Kultur), Adelheid Boer (VHS), Corinna Endlich und Ulrike Brandt (kult) sowie Christine Ameling (Gleichstellungsbeauftragte).

Unter diesem Thema steht die Veranstaltungsreihe, die die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Vreden in Zusammenarbeit mit dem kult Westmünsterland, der Öffentlichen Bücherei Vreden, dem Fachbereich Kultur der Stadt und der Volkshochschule ins Leben gerufen hat.

„Frauen wurden Jahrhunderte nicht als Künstlerinnen gesehen, auch heute wird es ihnen oft noch schwer gemacht“, so die einhellige Meinung der Veranstalterinnen. Dem will die Reihe durch praktisches Tun einerseits und andererseits durch Vorträge etwas entgegensetzen.

Zum Auftakt findet, anlässlich des Weltfrauentags, am Samstag, dem 7. März 2020, eine ArtNight im kult statt. Begonnen wird um 17.30 Uhr mit einer Führung durch die aktuelle Sonderausstellung „Im Westen was Neues“ durch die Leiterin des kult, Corinna Endlich. Danach startet der ca. zweistündige Workshop, für den das Motiv „Tree of Life“ ausgewählt wurde. Die Künstlerin Miriam Schulemann erklärt in dem Workshop schrittweise, wie aus dem Rohmaterial ein Bild entstehen soll, wie der Hintergrund grundiert wird, die Übergänge zwischen den einzelnen Farben gelingen usw. Im nächsten Schritt wird dann die Figur konkretisiert und mit Schatten und Lichteffekten gemalt. Am Ende des Abends kann jede Frau ein tolles Bild mit nach Hause nehmen – „selbst dann, wenn sie Pinsel und Stift zuletzt in der Grundschule benutzt hat“, sind sich die Veranstalterinnen sicher.

Am Dienstag, dem 31. März 2020, folgt ein Vortrag der Künstlerin Daniela Schlüter mit dem Titel „Kassandras Geschenk“, der sich mit der Frauenfigur aus der griechischen Mythologie befasst und das Bild aus der antiken Überlieferung in die Betrachtung künstlerischer Arbeiten überträgt.

Der 2. Vortrag der Reihe findet am Dienstag, dem 28. April 2020, statt und trägt den Titel „Malweiber? Vision und Wirklichkeit von Künstlerinnen um 1900“. Die Kunsthistorikerin Daniele Schmidt beleuchtet an diesem Abend Biografien und Werke von berühmten, aber auch von unbekannten und vergessenen Künstlerinnen, darunter Paula Modersohn-Becker, Clara Rilke-Westhoff, Sabine Lepsius, Dora Hitz, Maria Slavona, Hermine von Preuschen sowie Julia Schily-Koppers und ihre Kolleginnen in Düsseldorf.

Die Reihe schließt mit einer zweiten ArtNight am Donnerstag, dem 7. Mai 2020. Auch hier gibt es zu Beginn eine Führung durch die aktuelle Ausstellung im kult und im Anschluss daran widmen sich die Frauen dem Motiv „Tänzerin im Licht“.

Karten für die ArtNights sind ab sofort zum Preis von 25,00 Euro im Bürgerbüro der Stadt Vreden sowie an der Geschäftsstelle der VHS in Ahaus (Tel.: 02561/95370) erhältlich. Aufgrund der begrenzten Zahl der Plätze ist eine frühzeitige Anmeldung ratsam. Für nähere Auskünfte können Interessierte gern die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Vreden, Christine Ameling (Tel.: 02564-303207) oder die zuständige Fachbereichsleiterin an der VHS, Adelheid Boer (Tel. 02561/953755) kontaktieren.

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