KAB-Aktion verteilte 2117 Masken

Auch Norbert Jansen, Geschäftsführer des KönzgenHauses in Haltern am See, freute sich über die Gesichtsmasken, die KAB-Frauen für die Mitarbeiter*innen der Bildungsstätte genäht hatten.

Geplant waren eigentlich um die 500 Masken – schließlich wurden es weit über 2000 Gesichtsmasken, die KAB-Frauen aus dem Bistum Münster für soziale Einrichtungen genäht haben.

Josef Mersch, Koordinator der Nähaktion, kennt die genauen Zahlen und ist ein bisschen stolz darauf. „2117 Mund-Nasen-Masken haben wir an 32 soziale Einrichtungen im ganzen Bistum verteilt“, erzählt er.

Krankenhausseelsorger*innen, Einrichtungen für obdachlose Menschen, Senioren- und Altenpflegeeinrichtungen, Förderschulen, das KönzgenHaus der KAB, Kindertagesstätten und Kinderheime und Familien- und Jugendhilfeeinrichtungen von Vechta im Oldenburger Land bis nach Kamp-Lintfort am Niederrhein konnten die KAB mit selbstgenähten Masken versorgen. „Kostenlos und direkt“, sagt Mersch. Der Kontakt sei meist über die Mitarbeitervertretungen der Einrichtungen entstanden, die von KAB-Rechtsexperten*innen schon vor Corona beraten wurden.

„Andere hatten in der Zeitung und im Internet davon gelesen, dass wir solche Masken verschenken“, berichtet der KAB-Regionalsekretär. Über 30 Frauen und Männer haben für die KAB-Aktion genäht – manche Paare wie Anton und Hildegard Lauel aus Münster machten daraus ein echtes Team-Projekt: Er schnitt zu.

Sie nähte zusammen. Fast bedauern die beiden, dass das Projekt nun ausläuft. „Man konnte direkt süchtig werden nach Masken nähen“ lacht Hildegard Lauel. Inzwischen ist allerdings die letzte Anfrage einer Einrichtung abgearbeitet und die Nähmaschinen dürfen pausieren. „Wir hatten die Aktion gestartet, weil Masken vor drei Monaten noch Mangelware waren“, erklärt Mersch. „Inzwischen gibt es genug davon auf dem Markt, so dass wir unsere Aktion beenden können.“

Für den KAB-Regionalsekretär aus dem Nordmünsterland und seine KAB-Mitstreiter*innen ist die Masken-Näherei mehr als eine isolierte Hilfsaktion. „Das war der praktische Flügel unserer Solidaritätsarbeit“, sagt er. Der „politische Flügel“ sei die Forderungen der KAB nach besseren Rahmenbedingungen in der Pflege und einem höheren Mindestlohn, „der die Arbeitsleistung der Kolleginnen und Kollegen, nicht nur in Corona-Zeiten, auch finanziell wertschätzt“, so der KAB-Regionalsekretär aus dem Nordmünsterland. Dass beides in der KAB seinen Platz und seine Engagierten hat, freut Mersch. „Weil es in solchen Krisensituationen eben beides braucht“, sagt er, „sofortige tätige Hilfe und weitsichtiges politisches Handeln“.

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