Klanggewaltiges Kirchenkonzert der Berkeldörfer in St. Georg

Musikalische Vielfalt mit symphonischer Blasmusik, christlichem Choral, Klassik und Gospel, Musical und Popmusik bestimmte das Kirchenkonzert der Musikkapelle Berkeldörfer am Sonntag nach Ostern in der Pfarrkirche St. Georg unter der Leitung von Ben Cruiming. Mit dabei war auch Cordula Kocian an der Violine. Das Jugendblasorchester Berkeldörfer trat mit Unterstützung des Jugendorchesters Next Generation aus Alstätte ebenfalls unter der Leitung von Ben Cruiming auf.

Herzliche Grußworte richtete Vorsitzender Stephan Huning an die Freunde der Blasmusik im gut gefüllten Kirchenschiff und an die Mitglieder des Seelsorgeteams. Das Jugendblasorchester Berkeldörfer und Next Generation eröffneten sehr gekonnt mit der Allegretto Symphony Nr. 7 von Ludwig van Beethoven in einem Arrangement für Blasorchester. Tadellos interpretierten sie dann den modernen Song „Baba Yetu“. Die düstere Ballade „Skyfall“ ließ an den bekannten James-Bond-Film denken – eine in Musik gesetzte Apokalypse, die von den jungen Blasmusikern mit satter Klangfülle umgesetzt wurde. Danach kündigte Moderatorin Anna Bennink berühmte Melodien aus dem Musical „Phantom of The Opera“ an, mit dem romantischen Duett zwischen Raoul und Christine; ein Orchesterwerk, das die Musiker souverän meisterten – dankbarer Applaus der Konzertbesucher. Starke Bläsersounds leiteten dann den Rock-Song „The Final Countdown“ ein.

Auf Wunsch der Moderatorin legten dann alle Musiker und deren Gäste eine Schweigeminute ein, als Zeichen gegen den Krieg in der Ukraine und im Gedenken an die Opfer dieses furchtbaren Geschehens. Anschließend spielten beide Jugendblasorchester die ukrainische Nationalhymne.

Dann zeigte das Hauptorchester der Berkeldörfer seine Klasse, beginnend mit dem Choral „Nearer my God, to Thee“, („Näher mein Gott, zu Dir“). Kommentiert wurde das Programm von Leo van den Berg. Die Berkeldörfer präsentierten dieses Lied in seiner wohl populärsten Version, wobei sich das tiefe Blech zunächst nur gedämpft hören ließ und die Klarinetten als erste die Melodie ausführten. Um die Sounds ursprünglicher Naturkräfte drehte sich alles beim “Earthdance“, der das ganze Instrumentarium mit besonderen Einsätzen in Atem hielt. Bei dem bedeutungsschweren Werk „König David“ waren Musik und Inhalt eine stimmige Sache. Das ernste Werk mit biblischem Hintergrund ließ schon durch zu Beginn durch mächtige Klangfülle erstaunen und entwickelte sich in fünf musikalischen Bildern bis zum feierlichen klingenden Schluss. Danach spielte das Orchester das Werk „La Antigua“ von Jacob de Haan. Ein Highlight war „May the Road Rise“ von Markus Götz, das seinen Ursprung in der irischen Folklore hat. Dabei begleitete Cordula Kocian – derzeit Ensemblemitglied beim Phion Symphony Orchestra Enschede – die Berkeldörfer Blasmusiker mit ihrem exzellenten Spiel an der Violine. Bei der Komposition „Montanas Del Fuego“ („Feuerberge“) setzten die Drums und Schlaginstrumente einen spektakulären Abschluss, sodass das südländische Feuer für die Zuhörer gut herauszuhören war. Dass die Berkeldörfer auch die leisen Töne bestens beherrschen, bewiesen sie bei „Lead me Home“ aus der amerikanischen Gospelszene. Das Publikum dankte mit freundlichem Applaus für ein klanggewaltiges Kirchenkonzert und an den Kirchentüren füllten sich die Körbchen mit gern gegebenen Spenden für die Jugendarbeit der Berkeldörfer Musikkapelle.