Kolpingsfamilie Vreden überreicht Spenden

Traditionell am ersten Wochenende im Februar fand die große Altkleidersammlung der Kolpingsfamilie Vreden statt. Nun war es soweit: der Erlös von rund 900 € konnte an die von der Mitgliederversammlung festgelegten Spendenempfänger gehen: das Kolpingwerk Rumänien für deren Hilfe in der Ukraine, die Vredener Tafel sowie die Ahrtalhilfe Ahaus.

Im Anschluss an den Kolpinggebetsruf in der vergangenen Woche konnten in geselliger Runde Michael Genn und Thomas Strobel von der Ahrtalhilfe Ahaus sowie Gabriele Waning und Maria Krandick als Vertreterinnen der Vredener Tafel begrüßt werden.

Im gemeinsamen Gespräch erzählte Michael Genn sehr eindrucksvoll von seinen Erlebnissen und Einsätzen im Ahrtal. Seit der Flutkatastrophe im vergangenen Jahr fahren Michael Genn und sein Team jedes Wochenende beladen mit benötigten Hilfsgütern ins Ahrtal um vor Ort unter anderem mit Lebensmitteln, einem offenen Ohr und jeder Menge Tatkraft zu unterstützen. Kaum vorstellbar, dass nach rund einem Jahr in vielen Orten die Infrastruktur noch immer nicht wieder aufgebaut ist. So gibt es in der Region, in der sich die Ahrtalhilfe Ahaus engagiert, noch kein fließendes Wasser, Nutztiere wie Hühner sind dort genauso wenig zu finden wie Bäcker, Supermärkte oder andere Einkaufsmöglichkeiten. Diese rein sachlichen Informationen gepaart mit dem Wissen über politische Entscheidungen für die Region wie dem Abbau von Versorgungszelten und „Dixitoiletten“ sowie die vielen Beispiele von persönlichen Schicksalen der Menschen im Ahrtal, die Michael Genn und Thomas Strobel eindrucksvoll aber auch mit der nötigen Sensibilität den Betroffenen gegenüber brachten, machten den anwesenden Kolpinggeschwistern sehr deutlich, dass Hilfe und Unterstützung für die Menschen im Ahrtal nicht nur wichtig, sondern nach wie vor notwendig ist. Wer sich über den Einsatz der Ahrtalhilfe Ahaus weiter informieren möchte, kann dieses gut über deren Social-Media-Kanälen machen (z.B. Instagram: michagenn).

Aber auch vor Ort in Vreden gibt es viele Menschen, die auf unterschiedliche Art und Weise auf Hilfe und Unterstützung angewiesen sind. So berichteten Gabriele Waning (1. Vorsitzende der Vredener Tafel) und Maria Krandick (Mitarbeiterin der Vredener Tafel) beispielsweise von den stetig steigenden Zahlen derer, die durch die Vredener Tafel eine Grundsicherung an Nahrungsmitteln erhalten. Hinter dieser nüchtern betrachteten Statistik stehen viele persönliche Schicksale. Beiden Frauen merkte man im gemeinsamen Austausch an, mit wie viel Herzblut sie ihr ehrenamtliches Engagement für die Vredener Tafel umsetzen. Allerdings auch, dass dieser Einsatz immer schwieriger wird. Die aktuelle wirtschaftliche Situation und die stetig steigenden Zahlen derer, die auf die Unterstützung der Vredener Tafel angewiesen sind, führen auf der einen Seite zu immer größer werdenden Spendenbedarfen, auf der anderen Seite aber auch zu immer weniger Spenden. Daher machten beide im Gespräch deutlich, wie hilfreich jede noch so kleine Spende für die Arbeit der vielen ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen der Vredener Tafel ist. Während Gabriele Waning auch von den organisatorischen und logistischen Herausforderungen „hinter der Tafel“ berichtete und von der stets guten und unterstützenden Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Stadt Vreden, erzählte Maria Krandick ins besondere von ihrem Einsatz an der Ausgabe: „Sie sehen die Dankbarkeit der Menschen in Ihren Augen“.

Alle anwesenden Kolpinggeschwister waren sich an diesem Abend einig, dass sich der Einsatz der vielen Kolpinggeschwister bei der diesjährigen Altkleidersammlung gelohnt hat und der Erlös der Aktion nun durch die Spendenübergabe für sehr gute Zwecke genutzt wird.

Martin Liebherr, als Vertreter der Altkleidersammlung und der gesamte Vorstand der Kolpingsfamilie Vreden sprechen an dieser Stelle einen herzlichen Dank aus an alle Vredener und Vredenerinnen, die durch ihre Altkleiderspende zu diesem Erfolg beigetragen haben.