Konzert für Cello-Solo in der Barockkirche Zwillbrock

Am Sonntag, dem 9. Februar 2020, wird der aus Schweden stammende und in Berlin lebende Cellist Ludwig Frankmar in der Zwillbrocker Barockkirche St.Franziskus ein Konzert gestalten.

Auf dem Programm stehen Solostücke, die für das Cello geschrieben wurden. Bereits im 16.Jahrhundert wurden Kompositionstechniken entwickelt, mit denen man auf einem Soloinstrument wie dem Cello mehrstimmige Musik darstellen konnte. So von dem venezianischen Kapellmeister am Dom San Marco, Giovanni Bassano (1550-1617). Von Bassano werden zwei Ricercate (die Vorform der Fuge) zu hören sein. Auf dem Programm stehen ferner zwei Suiten. Eine Suite ist eine Folge von Tanzsätzen: Allemande, Courante, Sarabande, etc..

Diese ursprünglich tatsächlich an den Höfen der Könige und Aristokraten praktizierten Tänze wurden von Komponisten des Barockzeitalters künstlerisch weiterentwickelt und erklangen dann in stilisierter Form als Konzertstücke. So wird in Zwillbrock eine Suite vom Sologambisten des Sonnenkönigs Ludwig XIV., Marin Marais (1656-1728) und eine Suite vom Leipziger Thomaskantor Johann Sebastian Bach (1685-1750) zu hören sein. Schließlich runden zwei Fantasien für Cello-Solo von Georg Philipp Telemann, dem bekanntesten und produktivsten Barockkomponisten, das Programm ab.

Ludwig Frankmar, der Solist des Konzertes, wurde 1960 geboren, studierte in seiner Heimatstadt Malmö Cello bei Guido Vecci und war mehrere Jahre als Orchestermusiker tätig: an der Oper in Barcelona und als Solocellist an der Göteborger Oper. Nach Studien bei Thomas Demenga an der Musik-Akademie Basel spielte er als Solocellist in der Camerata Bern. Als er 1995 den Orchesterberuf verließ, beschäftigte er sich zuerst vor allem mit zeitgenössischer Musik. Kontakte und die Zusammenarbeit mit Kirchenmusikern führten ihn zur alten Musik und zur historischen Aufführungspraxis. Er spielt vorwiegend Solomusik aus Renaissance und Barock und ist Mitglied des Ensembles der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde Berlin-Lankwitz. Er spielt ein fünfsaitiges Barockcello von Louis Guersan, Paris 1756.

Das Konzert beginnt zur gewohnten Zeit um 16:30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Am Ausgang sind freiwillige Spenden für den konzertierenden Musiker willkommen.

0 0,00