Kreis Borken bittet um flächendeckende Registrierung aller im Kreisgebiet befindlichen Automatisierten Externen Defibrillatoren auf dessen Homepage

Landrat Dr. Kai Zwicker: „So lassen sich im Notfall schneller die Standorte finden“ / Neues Gerät am Kreishaus Borken installiert

Landrat Dr. Kai Zwicker und Mareike Köhne vom Fachbereich Sicherheit und Ordnung der Kreisverwaltung am neuen AED-Standort an der Außenwand der Zulassungsstelle am Borkener Kreishaus

Bei einem medizinischen Notfall ist schnelles Handeln wichtig: Der Einsatz eines Automatisierten Externen Defibrillators (AED) kann dabei lebensrettend sein. Damit wird versucht, den Herzschlagrhythmus mittels Abgabe von Stromstößen in den Normalbereich zu bringen. In Kombination mit einer Herzdruckmassage innerhalb der ersten fünf Minuten nach dem Notfall erhöhen sich so die Chancen auf eine erfolgreiche Wiederbelebung. Um der Öffentlichkeit einen Überblick über alle frei zugänglichen "Defi"-Standorte im Kreisgebiet vermitteln zu können, bittet der Kreis Borken darum, die AED´s auf der Website zu registrieren. Dies ist unter http://www.kreis-borken.de/defibrillatoren möglich. Landrat Dr. Kai Zwicker betont: "Im Notfall kann künftig jeder, der 1. Hilfe leistet, diese Informationen dann via Smartphone abrufen!" Für Rückfragen steht als Ansprechpartnerin Mareike Köhne vom Fachbereich Sicherheit und Ordnung der Kreisverwaltung Borken per E-Mail: AED@kreis-borken.de oder telefonisch unter 02861/681-3168 zur Verfügung.

Die Borkener Kreisverwaltung selbst geht mit gutem Beispiel voran: Ein neuer Defibrillator wurde nun an der Außenwand der Zulassungsstelle am Borkener Kreishaus angebracht. Die Verfügbarkeit eines AED kann über Leben und Tod mitentscheiden.

Zum Hintergrund:

Nach Aufbau des vom Kreis Borken geplanten Registers ist die Veröffentlichung aller AED-Standorte vorgesehen. Noch in diesem Jahr wird zudem eine "Retter-App" eingeführt. Im Falle eines vermuteten Herzkreislaufstillstandes alarmiert die Leitstelle bei einem Notruf dann über diese App zwei Ersthelfer. Einer dieser Ersthelfer begibt sich auf direktem Weg zum Hilfesuchenden, der zweite Ersthelfer wird – soweit vorhanden – zunächst zu einem in der Nähe befindlichen AED geschickt, um diesen zum Einsatzort zu bringen. Vor diesem Hintergrund ist also eine möglichst flächendeckende Auflistung der öffentlich zugänglichen Defibrillatoren notwendig, um im Notfall die erforderliche lebensrettende Hilfe zur Verfügung stellen zu können.

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