Lebensspendende Sonnenkraft – Projekt für Fairness

Das Wort „Sekem“ bedeutet „lebensspendende Sonnenkraft“.

Seit 1977 zeigt Sekem in Ägypten einen alternativen Weg in der landwirtschaftlichen Produktion auf: Mithilfe von biologisch-dynamischen Anbaumethoden können auf vorher brachliegendem Wüstenland Lebens- und Genussmittel nachhaltig produziert werden. In ca. 18 Monaten wird so aus Wüstenland eine grüne mit Pflanzen bedeckte Fläche. Zudem werden oft noch Bäume am Feldrand gepflanzt.

Die landwirtschaftlichen Nutzflächen Ägyptens waren sonst nur auf das Niltal, Nildelta sowie einige Oasen begrenzt. Heute ist Sekem die Dachorganisation von mehreren landwirtschaftlichen und verarbeitenden Betrieben, Initiativen und Nicht-Regierungsorganisationen. Sie verbinden den Export von hochwertigen Bio-Produkten mit der Produktion für den eigenen Bedarf. Ibrahim Abouleish, der Gründer von Sekem, wurde 2003 mit dem „Alternativen Nobelpreis“ für sein wegweisendes Geschäftsmodell ausgezeichnet.

Die Bauern, die mit Sekem zusammenarbeiten, bewirtschaften im Durchschnitt fünf Hektar Land und bauen für den Export zum Beispiel Kräuter, Gewürze, Datteln, Orangen und Baumwolle in Bio-Qualität an sowie Reis für den eigenen Verbrauch. Sie erhalten von Sekem neben einem fairen Preis unter anderem Schulungen in biologisch-dynamischem Anbau, Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz. Außerdem betreibt Sekem Kindergärten, Schulen, wissenschaftliche Einrichtungen und Schulungszentren sowie seit 2012 die „Heliopolis-Universität für Nachhaltige Entwicklung“. Kulturelle Veranstaltungen gehören auch dazu. Kurse für Analphabetinnen werden ebenfalls durchgeführt und Mädchen zum Beispiel als Schneiderinnen ausgebildet.

Ein großes Sortiment an Tees von Sekem und anderen unter ökofairen Bedingungen produzierten Teesorten werden im Weltladen vorgehalten.

0 0,00