Natur–, und Umweltschutz aus dem Wohnzimmer heraus unterstützen

„Natürlich Vreden“: Familie Herick bietet Blühpatenschaften an

„Mit dem Projekt „Natürlich Vreden“ möchten wir den Vredener Bürger*innen und Unternehmen die Möglichkeit bieten, lokale Artenvielfalt zu unterstützen und zu erleben.“, so der Junglandwirt Jonathan Herick (23).

Denn: Mit jeder Blühpatenschaft wird die Anlage eines naturnahen, artenreichen Lebensraums direkt vor den Toren der Stadt ermöglicht.

Wie alles begann?

„Die Idee zu dem Projekt, brachte ein Bekannter schon vor längerer Zeit aus dem Urlaub mit, als er ähnliches in einer anderen Region gesehen hatte“, sagte Josef Herick (59), der zusammen mit Jonathan den landwirtschaftlichen Betrieb führt. Da die beiden stets offen für neue Ideen sind, starteten sie im November letzten Jahres mit diesem Vorhaben. Zusammen mit der gesamten Familie wurde überlegt, wie man das Projekt gestalten könne, sodass ein Mehrwert für die Natur und für die Vredener Mitbürger*innen entsteht.

Wie funktioniert das Projekt?

Auf jedem Quadratmeter der Fläche, für den sich ein/eine Blühpate/-patin findet, wird von den beiden Landwirten für ein Jahr eine Blühfläche angelegt, die auf unsere Region abgestimmt ist. Dafür verzichtet der Betrieb auf die Ernteeinnahmen und kümmert sich um die Pflege des Areals. Dabei soll die Fläche weder gedüngt, noch mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden.

80 verschiedene Pflanzenarten in unterschiedlichen Teilflächen Ein begrünter Weg soll tagsüber Besucher*innen zum Verweilen einladen und das Betrachten der Pflanzen und Tiere ermöglichen. Durch den Rundgang wird die Fläche in unterschiedliche Funktionsbereiche eingeteilt, in denen jeweils unterschiedliche Saatgutmischungen eingesetzt werden. Insgesamt wird Saatgut von über 80 Pflanzenarten ausgebracht, die zu unterschiedlichen Zeiten blühen. Die Pflanzendecke bleibt mindestens bis zum nächsten März bestehen und bietet so den Tieren auch im Winter Schutz und Nahrung. Eine Wildtiertränke am Rande der Fläche soll die Tiere besonders im Sommer mit ausreichend Wasser versorgen. Im Zuge dieses Projekts werden zudem Maßnahmen präsentiert, die zum Nachahmen anregen sollen und auch im heimischen Garten umgesetzt werden können. Dazu gehören z.B. Totholzhecken und Insektenhotels.

Wie kann man Blühpate/-patin werden?

„Dafür haben wir einen Onlineshop in die Projektwebsite integriert.“ erklärt Jonathan Herick. Dort (www.natuerlich-vreden.de) kann man unkompliziert Blühpatenschaften in verschiedenen Umfängen übernehmen, oder diese auch als Gutschein an Freunde und Familie verschenken. Auch Unternehmen sind eingeladen, eine Blühpatenschaft zu erwerben. Firmen, Verbände und Vereine erhalten dann ein auf sie zugeschnittenes Blühpatenzertifikat, welches ihnen ihren Einsatz für lokalen Natur- und Umweltschutz bescheinigt. Alle Unterstützer*innen werden, falls gewünscht, auf der Website und an der Fläche veröffentlicht.

Bisher konnten die beiden Landwirte schon für 58 Prozent der Fläche Blühpaten*innen begeistern. „Dass das Projekt bei den Vredenern so gut ankommt, lässt uns mit Vorfreude auf den Sommer 2021 blicken.“, betont Jonathan Herick.

Weitere Patenschaften für dieses Jahr können noch bis zum 11. April übernommen werden, dann wird die abschließende Flächenaufteilung festgelegt. Wird die Aktion weiterhin gut angenommen, plant Familie Herick die Fortführung in den kommenden Jahren.

Aktuelle Informationen zum Projekt sind auf den Social-Media-Kanälen von „Natürlich Vreden“ bei Facebook und Instagram oder auf der Website www.natuerlich-vreden.de zu finden. Dort wird auch die Entwicklung der Fläche über das Jahr zu verfolgen sein.





Jonathan (l.) und Josef Herick an einer der neu angelegten Totholzhecken auf der Fläche, die im nächsten Sommer erblühen soll.

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