Nistgelegenheit für Mehlschwalben und Mauersegler am Berkelsee

Einige Mitglieder der NABU-Gruppe Vreden sind z.Zt. dabei einen Schwalbenturm zu bauen

Die Arbeiten laufen auf Hochtouren, denn Mitte April kommen die Schwalben aus ihren Überwinterungsgebieten in Afrika zurück. Der Turm soll in der Nähe des Berkelsees aufgestellt werden. In dem Turm, ca. 4m hoch, werden künstliche Schwalbennester eingebaut. Mehlschwalben sollen, wenn sie sich am Turm ansiedeln, dort ihre Eier ausbrüten und ihre Jungen aufziehen können. Mehlschwalben bauen ihre Nester an Außenwänden von Häusern.

Vor ca. 40, 50 Jahren waren ihre Nester noch in der Stadt Vreden zu sehen. Heute sind sie bei uns selten geworden, brüten aber noch auf einigen Bauernhöfen um Vreden.

Rauchschwalben, eine andere Schwalbenart auch bei uns heimisch, ebenfalls selten geworden, brüten innerhalb von Gebäuden, am liebsten in Stallungen, in denen Vieh steht. Sie werden den Turm wohl nicht nutzen.

Aber Mauerseglern, die nicht zu den Schwalben, sondern zu den Seglern gehören, werden ebenfalls Nistkästen in dem Turm angeboten. Sie sind Höhlenbrüter und nehmen Nistkästen sehr gern an. Mauersegler überwintern in Südafrika und kommen später als Schwalben Ende April, Anfang Mai zu uns in ihre Brutgebiete zurück. Beide Vogelarten sind sehr standorttreu und kommen, wenn sie sich einmal angesiedelt haben immer wieder zu ihrem Brutplatz zurück. Mauersegler jagen von Mai bis Juli laut schreiend über der Stadt nach Insekten. In den drei Monaten ziehen sie ihre Jungen groß und machen sich Ende Juli, Anfang August wieder auf den Weg nach Südafrika.

Für Mitmenschen, die der Mehlschwalbe außen an Haus oder Stallung Nistplätze anbieten wollen und können, bietet der NABU Kunstnester zum Kauf an. Der Preis beträgt ????€ Bringt man die Kunstnester innerhalb von Gebäuden, Stallungen an, können sie von der Rauchschwalbe genutzt werden. Kunstnester machen Sinn, weil den Schwalben neben ihrer Nahrung, zu 100 Prozent Insekten, oft auch das Nistmaterial ausgeht, weil immer mehr Flächen befestigt und versiegelt werden. Sie benötigen zum Nestbau lehmige Erde und Pfützen, Wasserstellen.

Auch für Mauersegler können Nistkästen an Häusern angeboten werden. Die Nabu-Gruppe berät Interessierte gern!

Bleibt zu hoffen, dass der Turm innerhalb der nächsten 2 Wochen pünktlich aufgestellt werden kann. Dann wird es spannend zu beobachten was sich in den nächsten Jahren dort tut und ob sich überhaupt etwas tut!

Zusätzlich zu den beiden Vogelarten bekommen auch Fledermäuse die Möglichkeit den Turm als Sommerquartier zu nutzen.

Wir meinen, dass der Berkelsee ein guter Standort ist, weil der See mit seinen Uferzonen und auch das flussauf liegende Naturschutzgebiet Berkelaue hoffentlich noch genug Insekten, Nahrung für Schwalben, Segler und Fledermäuse „produziert“! Die Spirale dreht sich: Insektensterben, Vogelsterben…!

Ein Umdenken, schnelles Umdenken in der Agrawirtschaftspolitik ist dringend erforderlich!!!

CDU und die anderen, macht was, es ist dringend!!!!!

Hört endlich auf eine richtige Agrarreform zu blockieren, zum Wohl von Bauern und Natur!

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