„Prüfen. Rufen. Drücken.“ – „Woche der Wiederbelebung“ rückt die Bedeutung von schnellen Erste-Hilfe-Maßnahmen ins Bewusstsein der Bevölkerung

Bereits 600 Ersthelfer*innen in der Ersthelfer-App des Kreises Borken registriert

"Aktionswoche der Wiederbelebung" rückt die Bedeutung von schnellen Erste-Hilfe-Maßnahmen ins Bewusstsein der Bevölkerung. Auch am Borkener Kreishaus gibt es einen automatisierten externen Defibrillator: Auf dem Foto stehen Landrat Dr. Kai Zwicker und Mareike Köhne vom Fachbereich Sicherheit und Ordnung der Kreisverwaltung am AED-Standort an der Außenwand der Zulassungsstelle am Borkener Kreishaus.

"Prüfen. Rufen. Drücken" – Schnelle Erste-Hilfe-Maßnahmen können bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand Leben retten.

Mit jeder Minute, in der das Herz der betroffenen Person stillsteht, sinken die Überlebenschancen um zehn Prozent. Bei einer durchschnittlichen Eintreffzeit des Rettungsdienstes von acht Minuten, ist es in vielen Fällen also entscheidend, bereits vorab mit der Reanimation zu.

Bis Sonntag, den 26. September 2021, findet deshalb die "Woche der Wiederbelebung" unter der Schirmherrschaft des Bundesgesundheitsministeriums statt.

Darauf weist der Kreis Borken hin. "Ziel der Aktionswoche ist es, das Bewusstsein in der Bevölkerung zu schaffen, wie wichtig schnelle Erste-Hilfe-Maßnahmen sind", erklärt Landrat Dr. Kai Zwicker.

Der Kreis engagiert sich laut Dr. Zwicker auf diesem Gebiet seit Frühjahr 2021 auf ganz besondere Weise: Da hat er die App-unterstützte Ersthelferalarmierung "Corhelper" eingeführt. Mittlerweile sind dafür bereits circa 600 Ersthelfer*innen freigeschaltet. "Die große Zahl registrierter Personen zeigt eindrücklich, dass bei uns im Westmünsterland viele Bürger*innen, die eine medizinische Qualifikation haben, bereit sind zu helfen", konstatiert der Landrat. Um das System auch weiterhin auszubauen, ist es wichtig, dass sich Personen, die eine mindestens 24 Stunden umfassende Grundausbildung im medizinischen Bereich aufweisen (zum Beispiel medizinische Fachangestellte, Physiotherapeuten, Ärzte, Rettungssanitäter und viele weitere Berufsgruppen), in der Corhelper-App registrieren. In diesem Zusammenhang ein wichtiger Hinweis:

Nur wer auch die entsprechenden Nachweise hochlädt, kann als "Corhelper" freigeschaltet und in einem Notfall dann alarmiert werden. Weitere Informationen zur "Corhelper"-App und zu den Zugangsvoraussetzungen gibt es auf der Internetseite des Kreises Borken unter www.kreis-borken.de/ersthelferapp.

Zusätzlich zum Einsatz der Ersthelfer-App ist auch eine flächendeckende Bereitstellung von öffentlich zugänglichen AED (automatisierten externen Defibrillatoren) im Notfall wichtig. Um der Bevölkerung einen Überblick über die Standorte der verfügbaren AED im Kreisgebiet zu geben, hat der Kreis Borken eine AED-Datenbank eingerichtet. Über ein Formular, welches auf www.kreis-borken.de/defibrillatoren zu finden ist, können Firmen oder Institutionen ihren AED-Standort eintragen. "Bitte registrieren Sie Ihre AED für unsere Datenbank. In einem Notfall kann die Verfügbarkeit eines AED entscheidend für die Rettung eines Menschenlebens sein", appelliert Dr. Zwicker.