Schutzzaun im Lachmöwensee des Zwillbrocker Venns hat sich bewährt – LIFE Projekt zieht erste positive Jahresbilanz

Das Zwillbrocker Venn hat auch im Herbst einiges zu bieten

Schutzmaßnahmen für den Großen Brachvogel sind im Amtsvenn erprobt worden (Bild Ellen Wantia)

Viele Rastvögel wie Enten und Watvögel nutzen den Lachmöwensee als Schlaf- und Rastplatz auf dem Durchzug.

Zu dieser Jahreszeit ist der im See rund um die Insel aufgebaute neue Schutzzaun besonders gut zu erkennen. Aufgrund der Schutzvorrichtung konnte in diesem Jahr die Einwirkung von Beute-greifern z.B. Fuchs (Prädatoren) auf die brütende Vogelwelt auf der Insel im See deutlich verringert bis gestoppt werden.

Das Projekt neuer Schutzzaun ist Teil einer Maßnahme, die von der Biologischen Station Zwillbrock im Rahmen eines „EU- LIFE Wiesenvögel NRW“ Förderprojekts realisiert werden konnte. Konkret werden über das Förderinstrument  der EU und vom Land NRW Maßnahmen finanziert, die der Sicherung von Lebensräumen wiesenbrütender Vogelarten im Tiefland von NRW dienen z.B. im Zwillbrocker Venn das Vorkommen der Löffel- und der Knäkenten. Das  Projekt wird vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW getragen und über zehn Biologische Stationen vor Ort betreut. In ganz NRW geht es um acht EU-Vogelschutzgebiete mit einer Gesamt-Maßnahmenfläche von 15.000 Hektar.

Der Schutz brütender Feuchtwiesenvögel wie Uferschnepfen und Großer Brachvogel war 

von der Biologischen Station Zwillbrock mit Hilfe von mobilen Elektrozäunen im Amtsvenn erprobt worden. Mit den Kenntnissen über die Raumnutzung von Raubsäugern wie dem Fuchs sollen die Ursachen für Gelegeverluste besser bekämpft werden. Hierbei wird in 2022 die Zusammenarbeit mit den örtlichen Eigenjagden weiterhin intensiviert.

Außerdem soll in Kooperation mit einem örtlichen Landwirt  ein Weg gefunden werden, mittels eines sogenannten Unterschneidegerätes die für das Weidevieh problematischen Pflanzenarten Jakobskreuzkraut, Wassergreiskraut und Sumpfschachtelhalm zurückzu-drängen. Diese Pflanzen sind giftig und im getrockneten Zustand für Weidetiere nicht mehr wahrnehmbar. Insgesamt zeigt die Jahresbilanz für das LIFE Projekt gute Fortschritte, die im kommenden Jahr weiter vorangetrieben werden sollen.