Sie halten Brennnesseln für „Unkraut“?

Das sehen Schmetterlinge anders!

Viele Menschen empfinden große Brennnesselbestände in ihren Gärten, an Weg- und Waldrändern sowie in Wäldern und entlang von Feldern als störend.

Häufig werden Brennnesseln daher direkt entfernt.

Wer sich an dem Anblick von Schmetterlingen erfreuen möchte, sollte seinen Garten überprüfen: Heimische krautige Pflanzen dienen als Nahrung für Raupen, ein reichhaltiges Blütenangebot als Nektarpflanzen für Schmetterlinge und andere Insekten.

Wenn Sie also in Ihrem Garten einen Teil wilde Brennnesselwiese stehen lassen, helfen Sie den bezaubernden Flügelwesen, indem Sie ihnen einen Lebensraum schaffen. Neben den Raupen des Tagpfauenauges sind auch die Larven des Kleinen Fuchses und der Landkärtchen auf das „Unkraut“ Brennnesseln angewiesen und können ihre Eier nur hier ablegen.

Schmetterlinge leisten jedoch einen wichtigen Beitrag für die Natur als funktionierendes Ökosystem. Die meisten Schmetterlingsarten ernähren sich von Pflanzen und fliegen auf der Suche nach Nahrung von Blüte zu Blüte. Auf diese Weise sorgen die Insekten dafür, dass neue Samen entstehen, aus denen neue, frische Pflanzen wachsen.  Darüber hinaus dienen Schmetterlinge, ihre Raupen und Eier für einige Vogelarten – zum Beispiel für Amseln – als Nahrung.

Einige Singvögel sind sogar auf die Raupen angewiesen.

Viel Spaß beim Beobachten wünschen Ihnen die Naturfreunde Vreden Gaxel 2010.