Vielfalt der Menschen sichtbar machen: Queeres Leben in Vreden

„Vreden ist tolerant, aber queeres Leben nicht wirklich sichtbar.“

So äußerten sich verschiedene Teilnehmende, die in der Folge der Rubicon-Lesung im Mai schon dreimal zusammenkamen, um sich miteinander auszutauschen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass – nicht nur nach den langen Corona-Monaten – der Wunsch nach Austausch und Begegnung groß ist. „Man kann hier nichts mehr machen“, äußerte sich ein Teilnehmer. Es wurde von verschiedenen Seiten der Wunsch geäußert, einen Queer-Stammtisch zu gründen.

„Queer“ (sprich: kwier) wird als Sammelbegriff für alle Personen verwendet, die nicht der heterosexuellen Geschlechternorm entsprechen.

Im regelmäßigen lockeren Austausch sollen nun gemeinsame Aktivitäten entwickelt werden, die es ermöglichen, die Vielfalt der Menschen, die in Vreden und Umgebung leben, sichtbar zu machen. „Wir möchten verschiedene Menschen, gerne auch aus Nachbargemeinden, zusammenbringen und Begegnungen ermöglichen“, so Edith Gewers vom Generationenbüro, das gemeinsam mit anderen Akteuren zum Treffen eingeladen hat. Eingeladen sind alle, die Interesse daran haben, mitzuwirken und die Akzeptanz und Wertschätzung vielfältiger Lebensentwürfe durch Begegnung zu fördern. Für gemeinsame Aktivitäten wurden bereits viele Ideen gesammelt.

Der Stammtisch trifft sich aktuell 14-tägig dienstags im Twickler-Treff, Twicklerstraße 6. Das nächste Treffen findet am Dienstag, dem 3. August 2021, um 17.30 bis 19.00 Uhr, statt.

Das Generationenbüro in Vreden wird durch die Deutsche Fernsehlotterie im Rahmen der Quartiersentwicklung gefördert und ist in Trägerschaft des Roten Kreuzes im Kreis Borken.

Das Projekt wird in enger Kooperation mit der Stadt Vreden und weiteren Kooperationspartner*innen durchgeführt.