Virtueller Pilgerweg für Klimagerechtigkeit macht Station im Bistum Münster

Wegen der Corona-Krise werden Bildungsveranstaltungen digital angeboten

Auch dem fünften ökumenischen Pilgerweg für Klimagerechtigkeit hat die Corona-Krise einen Strich durch die Rechnung gemacht. Da auch die Weltklimakonferenz in Glasgow verschoben wurde, machen sich die Pilger nun im kommenden Jahr im Wort-Sinn auf den Weg. Dennoch möchten die Veranstalter weiterhin Flagge zeigen und darauf aufmerksam machen, dass die Klimakrise nach wie vor real ist.

Der 5. Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit findet in Kooperation mit der Pilgerbasis Paris 2015, evangelischen Kirchen und katholischen Diözesen sowie deren Hilfs- und Entwicklungswerken statt. Darunter sind die Evangelische Kirche von Westfalen, das Bistum Münster, die Evangelische Kirche in Deutschland, die Konferenz Weltkirche, Brot für die Welt und Misereor. An sechs Tagen werden insgesamt neun digitale Bildungsveranstaltungen angeboten, zu denen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die Internetplattform Zoom zuschalten können. Dazu ist eine Anmeldung auf der Seite www.klimapilger.de erforderlich. Die Angebote dauern jeweils rund zwei Stunden und beinhalten Impulse, Diskussionen und interaktive Elemente.

Dies sind die angebotenen Veranstaltungen: Freitag, den 25. September, 14 bis 16 Uhr, „Klimagerechtigkeit und die COPs – von Kyoto bis Glasgow“ (Sabine Minninger, Brot für die Welt und Dr. Mateusz Piotrowski) und 18.00 bis 20.00 Uhr „Dann bin ich mal weg – Was ist Klimapilgern?“ (Wolfgang Löbnitz, Pilgerbasis Paris 2015); Samstag, den 26. September, 10.00 bis 12.00 Uhr „Planetare Grenzen“ (Dr. Jonathan F. Donges, Potsdam Institut für Klimaforschung) und 14.00 bis 16.00 Uhr „Im Angesicht der Tiere – Klimapilgern und nachhaltige Landwirtschaft“ (Professor Dr. Franz-Theo Gottwald, Schweisfurth Stiftung); Montag, den 28. September, 14.00 bis 16.00 Uhr „Droht ein Frühling ohne Vögel? Artenschutz unter veränderten Vorzeichen“ (Dr. Josef Tumbrinck, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit) und 18.00 bis 20.00 Uhr „Umweltpsychologie für einen Konsum- und Lebensstielwandel“ (Professor Dr. Marcel Hunneke, FH Dortmund); Dienstag, den 29. September, 18.00 bis 20.00 Uhr „Mobilität neu denken: nachhaltige Verkehrspolitik und persönliche Entscheidung“ (Dipl.-Geogr. Ulrich Jansen, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH); Mittwoch, den 30. September, 18.00 bis 20.00 Uhr „Buen Vivir: Was ist ein gutes Leben?“ (Dr. Georg Wagener-Lohse, Ökumenische Umweltgruppe Berlin-Lichtenrade); Donnerstag, den 1. Oktober, 18.00 bis 20.00 Uhr Wirtschaften und Leben nach Corona: Was wir aus der Krise lernen können“ (Wolfgang Kessler, Journalist).

Mit dem ersten virtuellen ökumenischen Pilgerweg für Klimagerechtigkeit 2020 werden Menschen aus ganz Deutschland, Polen, den Niederlanden und Großbritannien angesprochen, sich mit den im Zusammenhang stehenden Themen auseinandersetzen, um sich anschließend selbst in ihren Ortsgemeinden für mehr Klimaschutz einzusetzen. Weitere Informationen gibt es auf der Seite www.klimapilger.de im Internet.

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