Weltmeistertitel und erneute WM-Qualifikation

Die gebürtige Vredenerin, Lina Völker, konnte sich bei der Ironman 70.3 Weltmeisterschaft den Sieg sichern und ist damit neue Weltmeisterin in der AK 18-24.

Die Ironman 70.3 WM ist die Mitteldistanz des legendären Ironman und seit vielen Jahren eine feste Veranstaltung im Jahreskalender der Triathlet*innen.

Durch ihren Sieg beim diesjährigen Ironman 70.3 in Luxemburg dufte Lina Völker vom SuS Stadtlohn Triathlon nun als qualifizierte Athletin die Reise nach St. George/ USA antreten.

Nach einer langen Anreise hieß es für die gebürtige Vredenerin zunächst, sich an die Zeitumstellung anzupassen und sich noch ein wenig die Strecken anzuschauen.

Die 1,9km Schwimmstrecke befand sich im Sand Hollow State Park. Die 90km lange Radstrecke führte durch die Gegend um St. George bevor die Strecke am Ende durch den Snow Canyon Date Park führte. Mit insgesamt 1050hm eine anspruchsvolle Radstrecke. Es galt sich seine Kräfte gut einzuteilen. Der abschließende Halbmarathon von 21km führte über 2. Runden durch St. George sowie einen angrenzenden Golfkurs. Auch auf der Laufstrecke mussten die Athletinnen über 250hm Höhenmeter absolvieren, wodurch es ein spannendes Rennen zu werden schien.

Renntag war Freitag, der 28. Oktober 2022. Am Tag zuvor musste das Material schon in die Wechselzonen gebracht werden. In der 1. Wechselzone also das Rad + Material, in die 2. Wechselzone, mitten in der Stadt von St. George, die Laufschuhe und weitere Verpflegung für den abschließenden Lauf.

Das Wetter in St. George wusste nicht so genau was es wollte, sodass es sehr schwierig werden würde die richtige Kleiderwahl zu treffen. Morgens zum Start um 9.00 Uhr hatte es noch 3 Grad, zum Laufen, 3h später, rund 18 Grad. Winter- und Sommersport an einem Tag.

Da so viele Athlet*innen am Start standen, waren die Frauen am Freitag und die Männer am Samstag am Start. Zudem wurden die Athletinnen entsprechend ihrer Altersklasse in Startgruppen aufgeteilt. Die AK 18-24 hatte um 8.58 Uhr ihren Rennbeginn.

Lina Völker aber kam gut mit dem wechselnden Wetter zu recht. Schon vom Start weg konnte sie ihre Schwimmstärke ausspielen und kam mit nur 3sek Rückstand aus dem Wasser. Das 17 Grad „warme“ Wasser wollte gar nicht verlassen werden, da es auf dem Rad zunächst nur 3 Grad hatte. Doch die Stadtlohner Athletin hatte sich gut vorbereitet und schon beim Schwimmen eine Mülltüte unter dem Einteiler gepackt, sodass sie auf eine Windweste verzichten konnte.

Ansonsten waren Zehenwärmer an den Radschuhen und Handschuhe Pflicht bei den winterlichen Temperaturen.

Auf dem anspruchsvollen Radkurs konnte sich Lina Völker vom SuS Stadtlohn Stück für Stück von den Konkurrentinnen absetzten und einen Vorsprung von 5min herausfahren. Die Radstrecke war geprägt von vielen kleinen Anstiegen und einem 10km langen Berg am Ende. Durch eine gute Verpflegung und eine gute Renneinteilung konnte Lina Völker die 90km gleichmäßig absolvieren und einem abschließenden Halbmarathon stand nichts mehr im Wege.

Die 21. Laufkilometer führten in 2 Runden zunächst einmal 3,5km berghoch. Der Golfplatz von St. George markierte den höchsten Punkt der Strecke bevor es mit einem Schlenker zurück zum Ziel ging. Auf der ersten Runde lief es noch deutlich besser für Lina Völker. Auf der zweiten Laufrunde wurde es zum ersten Mal richtig zäh an diesem Renntag. Doch die Vredenerin biss sich durch und büßte nichts von ihrem Vorsprung ein, sodass sie nach 4:40.09h die Ziellinie überquerte.

Mit dieser Zeit darf sich Lina Völker Ironman 70.3 Weltmeisterin in der AK 18-24 nennen, zudem ist die junge Sportlerin damit weltweit 7. schnellste Frau der AK geworden.

Außerdem bedeutete der Sieg in St. George eine automatische Qualifikation für die nächste 70.3 Weltmeisterschaft im finnischen Lathi. 2023 ist Lina Völker also wieder mit dabei, wenn die Weltmeister*innen auserkoren werden.