XL Sichtbarkeit für XS Schüler – „Sicher sein, mit dem Förderverein!“

Der Schulanfang ist für Kinder eine aufregende Zeit, in der sie viele wichtige Schritte in Richtung Selbstständigkeit zu meistern haben. Den Erwachsenen fällt hier die verantwortungsvolle Aufgabe zu, die Sicherheit der Kinder im Blick zu haben. Bereits kurz nach der Einschulung beginnt die dunkle Jahreszeit. Jetzt ist es sehr wichtig, die jungen Verkehrsteilnehmer sichtbar zu machen. Denn im Straßenverkehr gilt die einfache Gleichung: Sichtbarkeit = Sicherheit.

Zur Förderung der Schulwegsicherheit stellt der Förderverein der Vredener Norbertschule den 120 Schulstartern als Geschenk jeweils eine Warnweste zur Verfügung. Einfach über der Kleidung getragen, machen sie die kleinen Schülerinnen und Schüler auch bei Dunkelheit schon auf große Distanz deutlich sichtbar. Ein großer Pluspunkt für die Vermeidung von Unfällen im Straßenverkehr. Das Ziel ist klar: In puncto Sichtbarkeit bei Dunkelheit sollen die Kleinsten zu den Größten werden.

Warum die Weste so wichtig ist:

Die Gründe liegen auf der Hand – oder besser: auf der Straße. In Deutschland werden jedes Jahr rund 30.000 Kinder in einen Verkehrsunfall verwickelt. Weil allen die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr besonders am Herzen liegt, möchten Förderverein und Schule gemeinsam mit den Eltern dagegen ein deutliches Zeichen setzen. Schließlich sind die jungen Verkehrsteilnehmer keine kleinen Erwachsenen. Vielmehr haben Kinder in ihrer allgemeinen Entwicklungsphase noch entscheidende Nachteile. Um diese gezielt auszugleichen, muss die Sichtbarkeit der Kinder maximiert werden – vor allem bei Dunkelheit.

Warum Kinder stärker gefährdet sind:

Geringere Körpergröße: Da Erstklässler kleiner als Erwachsene sind, werden sie von anderen Verkehrsteilnehmern erst verspätet oder gar nicht wahrgenommen.

Kleineres Sichtfeld: Durch unzureichenden Überblick können Kinder viele Gefahrensituationen nicht ausreichend erkennen und einschätzen.

Schwächeres Ortungsvermögen: Weil Kinder die Geräusche ihrer Umwelt noch nicht gut lokalisieren können, sind sie im Straßenverkehr zusätzlich benachteiligt.

Längere Reaktionszeit: Kinder können noch nicht so schnell reagieren. Zum Anhalten oder Ausweichen fehlt ihnen in riskanten Situationen deshalb oft die nötige Zeit.

100 Meter – ein Vorsprung, der entscheiden kann:

Im Straßenverkehr zählen oft Meter und Sekunden – zum Bremsen oder Ausweichen. Deshalb ist in kritischen Situationen ein Vorsprung entscheidend – gerade bei Dunkelheit und schlechter Sicht. Kinder und andere Verkehrsteilnehmer gewinnen dadurch wertvolle Zeit, um angemessen reagieren zu können. Denn: Ein Auto, das 50 km/h fährt, benötigt bei einer Notbremsung noch etwa 28 m, bis es zum Stehen kommt.

Folgende Richtwerte machen deutlich, wie riskant dunkle Kleidung bei Dunkelheit im Straßenverkehr sein kann und wie das Tragen der leuchtenden Weste die Sichtbarkeit und damit die Sicherheit für Kinder erhöht.

Dunkle Kleidung: Das Kind lässt sich erst aus ca. 25 m Entfernung erkennen. Dadurch wird es vom Autofahrer eindeutig zu spät wahrgenommen, um noch rechtzeitig zu bremsen. Höchste Unfallgefahr!

Helle Kleidung: Das Kind wird aus ca. 40 m Entfernung erkannt. Es bleibt schon deutlich mehr Zeit, um möglicherweise rechtzeitig zu bremsen. Die Gefahr ist etwas reduziert.

Sicherheitsweste: Das Kind wird aus bis zu 140 m Entfernung erkannt. Autofahrer sehen das Kind also früh genug, um rechtzeitig zu bremsen.

Der Inhalt dieser Pressemitteilung der St. Norbert-Schule Vreden wurde in Teilen dem Presseportal der ADAC Stiftung entnommen.

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