Zulassungsstelle des Kreises Borken geht voran im Bereich Digitalisierung:

Erweiterung des Angebots der internetbasierten Fahrzeugzulassung über i-Kfz-Portal

V.l.n.r.: Kreisverkehrsdezernentin Dr. Elisabeth Schwenzow, Wolfgang Deckers (Kfz-Zulassungsstelle des Kreises Borken) und Hendrik Schuurmann (Leiter der Kfz-Zulassungsstelle) freuen sich über die Erweiterung des Angebots der internetbasierten Fahrzeugzulassung über das i-Kfz-Portal.

Ein weiterer Baustein auf dem Weg zur digitalen Kreisverwaltung:

Kauft ein*e Bürger*in einen zugelassenen Gebrauchtwagen von einer Privatperson, musste die Person in der Vergangenheit zunächst einen Termin in der Kfz-Zulassungsstelle des Kreises Borken haben, um das Auto vor Ort umzuschreiben. Dieses für viele Bürger*innen „aufwendige“ Prozedere gehört nun der Vergangenheit an. Ab sofort bietet der Kreis Borken mit dem i-Kfz-Portal eine digitale Lösung für die internetbasierte Fahrzeugzulassung an.

„Das ist ein weiterer Schritt im Bereich Digitalisierung“, erklären Kreisverkehrsdezernentin Dr. Elisabeth Schwenzow und Hendrik Schuurmann, Leiter der Kfz-Zulassungsstelle der Kreisverwaltung. „Wir freuen uns, dass wir den Bürger*innen immer mehr digitale Angebote bereiten und so für mehr Flexibilität sorgen können“. So seien keine freien Termine und Öffnungszeiten mehr zu beachten – stattdessen können Bürger*innen fortan bei bestimmten Zulassungsvorgängen direkt losfahren. Wichtiger Hinweis in diesem Zusammenhang: Bei einer Neuzulassung und der Zulassung eines abgemeldeten Fahrzeugs geht der Antrag digital bei der Zulassungsstelle ein, die daraufhin innerhalb weniger Tage die altbekannten Fahrzeugpapiere postalisch zustellt. Der Bescheid wird zwar auch hier unmittelbar online bereitgestellt, berechtigt aber derzeit noch nicht zum sofortigen Losfahren. Die notwendigen Nummernschilder können online bei einem privaten Anbieter nach Wahl bestellt werden.

Deutschlandweit gab es bereits seit mehreren Jahren viele –vor allem technische – Schwierigkeiten im Bereich der internetbasierten Fahrzeugzulassung. Zentrales Problem waren dabei das Zusammenspiel der vielen „Schnittstellen“, die miteinander agieren müssen – unter anderem das Rechenzentrum für die technische Umsetzung, das Kraftfahrt-Bundesamt, das Hauptzollamt, die Versicherungen und der Kreisverwaltung. Im vergangenen Jahr entschied sich der Kreis Borken, den Anbieter für das Fachverfahren i-Kfz zu wechseln. Seitdem arbeiten das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN), das für den Kreis Borken als IT-Dienstleister tätig ist, und damit auch die Kreisverwaltung mit der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) zusammen. Um vor diesem Hintergrund das Projekt auch ganz konkret im Kreis Borken voranzutreiben, wurde Wolfgang Deckers, Mitarbeiter der Zulassungsstelle, mit der Einführung, Entwicklung und ständigen Betreuung des Verfahrens beauftragt.

Mit großen Schritten ging es daraufhin in diesem Digitalisierungsprojekt vorwärts, sodass Dr. Elisabeth Schwenzow, Hendrik Schuurmann und Wolfgang Deckers nun sagen können: „Wir sind startklar. Die Bürger*innen können ab sofort das i-Kfz-Portal nutzen“. Dies ist möglich für die Vorgänge: Außerbetriebsetzungen, Adressänderungen, Neuzulassungen, Umschreibungen und Wiederzulassungen. Zu finden ist es auf der Internetseite der Zulassungsstelle unter www.kreis-borken.de/zulassungsstelle.

Voraussetzung für die Nutzung des i-Kfz-Portals ist zum einen, dass der Fahrzeugschein nach 2015 und der Fahrzeugbrief nach 2018 ausgestellt wurden. Denn: Es befindet sich dann ein grün umrandetes Feld auf dem Schein, hinter dem sich ein Sicherheitscode befindet. Dieser Code muss bei der Nutzung des Portals eingegeben werden, damit das Fahrzeug eindeutig identifiziert werden kann. Außerdem ist zum anderen eine einmalige Registrierung im Servicekonto NRW notwendig. Anschließend werden die Nutzerinnen und Nutzer Schritt für Schritt durch die einzelnen Vorgänge geführt.

Das Projekt i-Kfz-Portal ist mit der erfolgreichen Einführung nicht abgeschlossen: Derzeit befindet sich die Zulassungsstelle des Kreises Borken in Stufe drei von vier. Im Rahmen der aktuellen Fahrzeugzulassungsverordnung (FZV) ist damit derzeit das Maximum an Vorgängen ausgeschöpft. Sofern die FZV zukünftig angepasst wird, könnte der Kreis Borken unter anderem Großkunden wie zum Beispiel Zulassungsdiensten und Autohäusern eine digitale Erledigung ihrer Zulassungsvorgänge anbieten.