Zwischenstand zum Markenbildungsprozess in der Ratssitzung

Rückblick, Status Quo und Ausblick

Eine Stadtmarke ist viel mehr als ein Logo und ein Slogan, mehr als ein netter Spruch, ein schönes Bild oder ein einheitliches Erscheinungsbild. Es geht um Zukunftsvisionen und das Gefühl, wenn an Vreden gedacht wird. Dafür arbeitet die Stadt Vreden gemeinsam mit dem Stadtmarketing und dem Citymanagement in einem ganzheitlichen Markenbildungsprozess "Besser für Vreden" zusammen. Zum aktuellen Stand des Prozesses berichtete Bürgermeister Dr. Tom Tenostendarp in der vergangenen Ratssitzung.

Eine Postkartenaktion mit über 700 Rückmeldungen der Vredenerinnen und Vredener, zwei digitale Vereinsformate mit fast 30 teilnehmenden Vereinen, eine interaktive Stadtdenkereiwoche mit täglichen Aktionen und intensiven Gesprächen: vielfältige, zum Teil auch skurrile Ideen und Verbesserungsvorschläge aus der Stadtbevölkerung sind bereits eingegangen.

Ergänzend dazu konnte nun endlich der Markenbildungsworkshop mit "Markenbotschaftern" aus Politik, Wirtschaft, Ehrenamt und Stadtverwaltung stattfinden. Nach einem einführenden Impulsvortrag zu Markenbildung, Markenführung, Markenwerte, Markenwahrnehmung, Markenpositionierung und Corporate Identity (alle Bestandteile einer Marke wie Design, Markenverhalten etc.) durch die beauftragte Agentur Brands & Friends aus Coesfeld, die diesen Tag fachlich vorbereitet und geleitet hatte, waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Kleingruppen zusammengekommen. In fünf Gruppen wurden jeweils vier Themen bearbeitet. Der Blick war bei den Themen jeweils auf die Stärken (Gegenwart, Ist-Zustand), Schwächen (Gegenwart, Ist-Zustand) und Chancen (Zukunft, Soll-Zustand) des jeweiligen Schwerpunktthemas gerichtet – die Zukunftsvision für Vreden.

Das Feedback zum Markenbildungsworkshop war mehr als positiv. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben ihre vielseitigen Vorstellungen eingebracht. Am Ende des Tages machte die Agentur deutlich, dass nicht alle Einzelaspekte direkt einfließen können. Die eingebrachten Informationen werden nun verdichtet und analysiert. Ziel ist es, Kernbotschaften herauszukristallisieren, die dann zum Stadtleitbild weiterentwickelt werden können.

Die Informationen der Stärken, Schwächen und Chancen aus dem Markenbildungsworkshop werden derzeit von der durchführenden Agentur zusammengetragen. Die Arbeitsgruppe zum Markenbildungsprozess wird die nächsten Schritte vorbereiten, sodass die politischen Gremien darüber entscheiden können. Im Laufe des nächsten Jahres soll der Markenbildungsprozess, also die Entwicklung von Stadtleitbild, Logo und Slogan abgeschlossen werden.

Dann gilt es, die Marke mit Leben zu füllen und umzusetzen. Hier geht es dann um ganz praktische Fragen der Vermarktung wie beispielsweise die Gestaltung der Briefköpfe, Fahrzeugbeschriftung und Beschilderung im Allgemeinen, Umgestaltung und Aktualisierung der Homepage, Anpassung von Printmedien, Werbemittel und so weiter.

"Auch wenn der Markenbildungsprozess durch die Corona-Pandemie immer wieder ausgebremst wurde, konnten in den vergangenen Monaten sichtbare Fortschritte gemacht werden. Wir freuen uns, dass sich so viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Prozess beteiligen", fasst Bürgermeister Tenostendarp zusammen. "Wir sind zuversichtlich, dass wir die weiteren Schritte zeitnah einleiten und den Markenbildungsprozess im nächsten Jahr erfolgreich abschließen können."