St. Marien-Krankenhaus Ahaus stärkt Zusammenarbeit für eine würdevolle Begleitung schwerstkranker Menschen

Palliativversorgung im Fokus: Enge Verzahnung von Klinik und ambulanten Hospizdiensten

„Die Teilnehmer des Treffens am St. Marien-Krankenhaus Ahaus: Gemeinsam für eine enge Verzahnung von Klinik und ambulanten Hospizdiensten – für eine würdevolle Begleitung schwerstkranker Menschen.“ Teilnehmer des Treffens: Markus Frieling, Dr. Christiane Bäcker, Dr. Diana Ciobotaru, Arndt Biedermann, Rieke Liesmann (Elisabeth Hospiz Stadtlohn), Petra Vennemann (ambulantes Hospiz Stadtlohn, Heek, Schöppingen), Silke Schlüter (ambulantes Hospiz Stadtlohn, Heek, Schöppingen), Irmgard Hewing (Ambulanter Hospizdienst Gronau), Andrea Efing (Parisozial Vreden).

Die Weiterentwicklung der Palliativversorgung stand im Mittelpunkt eines gemeinsamen Treffens des St. Marien-Krankenhaus Ahaus mit den ambulanten Hospizdiensten der Region. Krankenhausdirektor Markus Frieling stellte im Rahmen der Veranstaltung die strukturellen Veränderungen am Standort Ahaus vor – verbunden mit einem klaren Ziel: Die Zusammenarbeit zwischen dem klinischen Palliativ-Team und den ambulanten Hospizdiensten systematisch zu intensivieren und organisatorisch weiter zu verankern.

Palliativ-Team als zentraler Baustein der Versorgungsstrategie
Im Zuge der umfassenden Neuausrichtung innerhalb der Klinikum Westmünsterland GmbH kommt der Palliativversorgung eine besondere strategische Bedeutung zu. Mit der Bündelung medizinischer Leistungen am Standort Ahaus – unter anderem durch die Verlagerung der Geriatrie und Rheumatologie aus Vreden – wächst auch die Verantwortung für eine qualitativ hochwertige, multiprofessionelle Begleitung von Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenen, nicht heilbaren Erkrankungen. Das Palliativ-Team des St. Marien-Krankenhauses übernimmt hierbei eine koordinierende Funktion innerhalb der stationären Versorgung. Es sorgt für Symptomkontrolle, psychosoziale Stabilisierung und ethisch fundierte Therapieentscheidungen. Gleichzeitig fungiert es als Schnittstelle zu den ambulanten Hospizdiensten, die die Begleitung über den stationären Aufenthalt hinaus sicherstellen.

Verbindliche Strukturen für eine sektorenübergreifende Begleitung
Zentrales Thema des Treffens war die Frage, wie die Kooperation strukturell weiterentwickelt werden kann. Diskutiert wurden unter anderem:

  • feste Kommunikations- und Übergabestrukturen zwischen Klinik und Hospizdiensten
  • klare Ansprechpartner und definierte Schnittstellenprozesse
  • regelmäßige Teambesprechungen und gemeinsame Fallreflexionen
  • frühzeitige Einbindung der Hospizdienste bei absehbar palliativen Krankheitsverläufen

Vor dem Hintergrund der baulichen und organisatorischen Weiterentwicklungen am Standort – darunter neue Stationen, eine modernisierte Intensivstruktur sowie demenzsensible Versorgungseinheiten – soll die palliative Expertise integraler Bestandteil aller Fachabteilungen bleiben.

Gemeinsames Verständnis von Würde und Versorgungsqualität
„Eine moderne Krankenhausstruktur bemisst sich nicht allein an medizinischer Leistungsfähigkeit, sondern auch daran, wie sie Menschen in existenziellen Lebenssituationen begleitet“, betonte Markus Frieling. Die enge Verzahnung von stationärer Palliativmedizin und ambulanter Hospizarbeit sei deshalb kein ergänzendes Angebot, sondern ein zentraler Bestandteil des Versorgungskonzeptes in Ahaus. Ziel ist eine durchgängige Betreuungskette – von der stationären Behandlung über die Entlassung bis in das häusliche Umfeld oder in andere Versorgungsformen. Die ambulanten Hospizdienste bringen hierbei ihre besondere Kompetenz in der ehrenamtlichen Begleitung, psychosozialen Unterstützung und Angehörigenarbeit ein. Mit dem Treffen Ende Februar wurde ein weiterer Schritt hin zu einer verbindlichen, strukturierten und langfristig angelegten Kooperation vereinbart. Damit unterstreichen das St. Marien-Krankenhaus Ahaus und die ambulanten Hospizdienste ihren gemeinsamen Anspruch, schwerstkranken und sterbenden Menschen eine würdevolle, ganzheitliche Begleitung zu ermöglichen.

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