Am Sonntag, dem 12. April 2026 ist der Organist Heiner Graßt wieder zu Gast in der Barockkirche Zwillbrock. Er spielt dieses Mal ein Orgelkonzert von Johann Sebastian Bach und von berühmten Bach-Verehrern.
Eröffnet wird das Konzert allerdings mit einem Werk von Dietrich Buxtehude, zu dem Bach in seinen jungen Jahren gewandert ist und einige Monate gelernt hat. Nach einigen Stücken von Johann Sebastian Bach sind Werke aus der Romantik zu hören, und zwar von den Geschwistern Felix und Fanny Mendelssohn und dem Ehepaar Robert und Clara Schumann. Den Abschluss bilden Werke von Leon Boellmann und Guy Bovet, die der französischen Orgelromantik und der Gegenwart zuzuordnen sind. Die Zuhörer dürfen gespannt sein, wie Heiner Graßt die Musik aus so unterschiedlichen Epochen auf der neobarock geprägten Orgel darstellt.
Heiner Graßt wurde 1954 in Emeljanovo / UdSSR geboren. Er studierte Orgel, Cembalo und Kirchenmusik an der Folkwang Hochschule in Essen. In der Folgezeit erreichte er mehrere Preise und Auszeichnungen, unter anderem den Folgwang-Preis und den Förderpreis vom Kulturkreis im Bundesverband der deutschen Industrie in Ottobeuren. Von 1977 bis 2002 hatte Heiner Graßt einen Lehrauftrag für Orgel an der Universität Essen. Seit 1979 ist er als Kantor an der Alten Kirche in Essen-Kray tätig. Dort wurde 1984 die von ihm initiierte und überregional bedeutsame Führer-Orgel eingeweiht. Von 1990 bis 1994 übernahm er die Leitung der Orgelakademie Ruhrgebiet. Neben der Einspielung von Rundfunk-, Schallplatten- und CD-Aufnahmen pflegt er eine rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland (Niederlande, Ungarn, Schweden, Italien, Polen, Österreich, Schweiz, Dänemark, Norwegen, Frankreich, Israel, Russland, Kanada und in den USA). Guy Bovet, Peter Planyavsky und Jon Laukvik komponierten Orgelwerke, die sie Heiner Graßt widmeten.
Das Konzert in Zwillbrock beginnt um 16.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden zur Deckung der Kosten sind willkommen. www.barockkirche-zwillbrock.de
