Weltnichtrauchertag am Sonntag, 31. Mai 2026: „Entlarve die Verlockung – gegen Tabak- und Nikotinsucht“

Fachstelle für Suchtvorbeugung des Kreises Borken bietet regelmäßig Schulungen für pädagogische Fachkräfte an – Ziel: Aufklärung und Prävention für Jugendliche

E-Zigaretten, sogenannte Vapes, sind besonders bei Jugendlichen „in“. Eine Vape enthält dabei oft so viel Nikotin wie mehrere Schachteln Zigaretten. „Entlarve die Verlockung – gegen Tabak- und Nikotinsucht“: So lautet dazu das von der Stiftung Deutsche Krebshilfe und dem Aktionsbündnis Nichtrauchen e. V. (ABNR) ausgegebene Motto in Deutschland für den diesjährigen „Weltnichtrauchertag“ am Sonntag, 31. Mai 2026. Ziel ist es, insbesondere junge Menschen für die Gefahren des Konsums von Vapes und anderen Tabakerzeugnissen zu sensibilisieren. In diesem Jahr geht es außerdem darum, über die Taktiken der Tabak- und Nikotinindustrie zur Förderung von Abhängigkeit aufzuklären. Ins Leben gerufen hat diesen jährlichen Aktionstag die Weltgesundheitsorganisation am 31. Mai 1987.

Auch wenn heutzutage immer weniger Menschen zur herkömmlichen Zigarette greifen, zeigt sich weiterhin ein Trend: „Vor allem der Konsum neuartiger Nikotinprodukte wie Mehrweg-E-Zigaretten und Nikotinbeutel nimmt deutlich zu und das obwohl sie extrem ungesund sind und schnell nikotinabhängig machen“, heißt es in aktuellen Daten des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit. Die Zahlen aus 2025 zeigen: Fast jeder Zehnte der 12- bis 17-Jährigen (9,6 %) rauchte. 2021 waren es noch 6,1 %“. „Die bunten Verpackungen, der fruchtige Geschmack und die Bewerbung in den sozialen Medien sprechen Kinder und Jugendliche direkt an. Dabei lauern mehrfache Gefahren“, erklärt Lea Tegenkamp von der Fachstelle für Suchtvorbeugung des Kreises Borken. Zum einen enthalten auch diese Produkte den Suchtstoff „Nikotin“ und können demnach zur Abhängigkeit führen. Zum anderen gibt es viele illegale E-Zigaretten auf dem Markt. „Deshalb ist es wichtig, dass junge Menschen sich die Vapes sowie die Verpackung vorab genau anschauen und prüfen, ob es legale, zertifizierte Produkte sind“, betont Tegenkamp. Nur so könne man sichergehen, dass sich beispielsweise keine synthetischen Cannabionoide im Liquid befinden, die stark abhängig machen können.

Drei wichtige Erkennungsmerkmale, dass eine Vape zertifiziert ist, sind:

Eine Einweg-Vape darf nach EU-Richtlinien nicht mehr als zwei Milliliter Liquid enthalten. Das entspricht in etwa 600 bis 800 Zügen. Eine illegale Vape ist in der Regel optisch sehr viel größer und enthält Liquid, das für weit über 1.000 Züge ausreicht.

Auf den meisten Verpackungen befindet sich ein QR-Code. Wird dieser gescannt, erscheint dort die Internetseite der Marke. Vorsicht ist geboten, wenn dort steht, dass der QR-Code bereits mehrere Tausend Mal gescannt wurde oder eine Internetseite erscheint, die nicht der Marke zuzuordnen ist.

Die angegebene Hersteller-Adresse auf der Verpackung muss innerhalb des EU-Gebietes liegen.

Um Jugendliche über Zigaretten, Vapes, Nikotinbeutel, Shishas und Co. zu informieren, bieten die Mitarbeitenden der Fachstelle verschiedene suchtpräventive Angebote an. Darunter gibt es zum Beispiel Schulungen für pädagogische Fachkräfte oder Workshops mit Jugendlichen zum Thema. „Wir möchten sowohl Kontaktpersonen als auch die jungen Menschen selbst zu suchtbasierten Themen wie ‚rauchen und dampfen‘ aufklären und über mögliche Risiken informieren“, erklärt Lea Tegenkamp. Außerdem gibt es eine Folge des Podcasts „Rauschgeflüster“, in der die beiden Fachkräfte Nina Berger und Lea Tegenkamp über das Thema „Vaping – harmloser Trend oder unterschätztes Risiko?“ sprechen.

Weitere Informationen zu den suchtpräventiven Angeboten und den Link zum Podcast gibt es auf der Internetseite www.kreis-borken.de/suchtvorbeugung sowie im dortigen Veranstaltungskalender.

Informationen sowie Plakate zum diesjährigen Weltnichtrauchertag gibt es auf der Internetseite der Deutschen Krebshilfe: www.krebshilfe.de/informieren/ueber-krebs/krebs-vorbeugen/rauchen-und-krebs/weltnichtrauchertag/.

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