Der Erlenbruchwald am Berkelsee bietet ab sofort noch mehr Lebensraum für heimische Vogel- und Fledermausarten. Gemeinsam mit der Stadt Vreden, dem NABU sowie dem Förderverein Kulturlandschaft Vreden wurden dort neue Nistkästen und Fledermausquartiere angebracht.
Insgesamt wurden zehn Fledermaus-Spaltenkästen installiert. Sie dienen insbesondere Kleinfledermäusen sowie Abendseglern als sichere Unterschlüpfe. Der Abendsegler zählt zu den größten heimischen Fledermausarten. Mit einer Flügelspannweite von bis zu 40 Zentimetern jagt er in großer Höhe nach Insekten und trägt damit zur natürlichen Regulierung von Mücken und anderen Insekten bei. Er ist vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv. Da alte, höhlenreiche Bäume in der Landschaft immer seltener werden, sind künstliche Quartiere ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz. So können sich die Tiere tagsüber in die geschützten Spaltenkästen zurückziehen.
Ergänzend wurden ebenfalls drei Nisthöhlen für verschiedene Singvogelarten wie Meisen, Fliegenschnäpper, Kleiber und Sperlinge sowie drei Starenhöhlen aufgehängt. Auch viele andere heimische Vogelarten profitieren von den neu angebrachten Nisthilfen. In naturnahen Wäldern fehlen häufig geeignete Baumhöhlen, da abgestorbene oder alte Bäume aus Verkehrssicherheitsgründen nicht immer erhalten werden können. Die zusätzlichen Nistkästen schaffen daher wertvolle Brutplätze und fördern die Artenvielfalt.
Die fachliche Leitung übernahm Georg Hilbolt vom NABU. Die Mitglieder des Fördervereins Kulturlandschaft Vreden unterstützten die Arbeiten tatkräftig und sorgten dafür, dass die Kästen fachgerecht im Erlenbruchwald aufgehängt wurden.
Wer sich selbst für den Erhalt und die Pflege der Kulturlandschaft in Vreden engagieren möchte, ist beim Förderverein Kulturlandschaft Vreden herzlich willkommen. Ansprechpartner ist der erste Vorsitzende Josef Levering.

