Unmittelbar nach den Sommerferien und dem Kirmeswochenende hieß es für die Kinder der Klasse 4f der Vredener Norbertschule: Klassenfahrt in die Natur. Gemeinsam mit Herrn Ludwig und einem tollen Team aus der Schule machten sich die „Mammuts“ auf den Weg zum riesigen Areal des Landguts „Het Clooster“ zwischen Aalten und Winterswijk.
Die neu errichtete Gruppenunterkunft „Diekes“ ist dort Teil eines Ensembles aus insgesamt drei sehr komfortablen Ferienmöglichkeiten. Gerade für Kinder ist die Lage ein Traum, weil die Weitläufigkeit ihnen alle Freiheiten und zugleich die unterschiedlichen Gesichter einer wunderschönen Naturlandschaft bietet.
Auch der Busfahrer musste feststellen, dass die Natur in den Niederlanden einen hohen Stellenwert genießt. Einige Hundert Meter vor dem Ziel ging es für ihn und seine Fahrgäste nicht mehr weiter. Das letzte Stück meisterte die Gruppe aus Vreden samt Gepäck zu Fuß. Die Anstrengung wurde aber sofort belohnt: Die Ferienanlage hielt so viele Überraschungen bereit, dass die Kinder alles am liebsten sofort ausprobieren und erkunden wollten.
Der Organisator und Naturpädagoge Lars Elburg, mit dem die Norbertschule schon seit Jahrzehnten kooperiert, begrüßte die Mammutklasse 4f samt Begleitung und übergab den Gästen die Villa „Diekes“. Eine Einschränkung galt aber während der ganzen Klassenfahrt: Mit Einbruch der Dunkelheit sollte die Natur und sollten die Tiere in ihr nicht merken, dass Besuch aus Vreden da ist. Die Kinder haben das tatsächlich geschafft.
Drei wunderbare Tage bescherte der Spätsommer der Klasse 4f. Während es zu Hause den ein oder anderen Regenschauer gab, machten die Wolken um das Landgut einen Bogen und ließen bei warmen Temperaturen die Sonne ungestört scheinen. Das war wichtig, denn der beheizte Außenpool war schließlich ein besonderes Highlight, das ausgiebig genutzt werden durfte.
Bei einer Klassenfahrt in die Natur darf natürlich auch das Programm nicht fehlen. Lars Elburg ist Profi in diesem Bereich und stellte ein spannendes Repertoire für Herrn Ludwig und die 25 Mädchen und Jungen seiner Klasse zusammen.
Zuerst begaben sich die Kinder auf Entdeckungstour, indem sie mit Karte und Kompass sowie weiteren Utensilien verschiedene Aufgaben meisterten und dabei das Landgut und dessen Natur kennenlernten. Ab dem späten Abend folgte dann eine Nachtwanderung, bei der nach Eulen Ausschau gehalten wurde und Fledermäuse mit Hilfe eines Detektors aufgespürt werden konnten.
Am nächsten Tag arbeitete die Klasse 4f für die Natur. In einem Waldstück wurden junge Birken auf Kniehöhe abgesägt, um eine Art Schneise für Schmetterlinge zu schaffen. 300 Bäume waren das Ziel. Am Ende war der Wall aus „gefällten“ Bäumen sehr groß, aber nicht mehr zählbar. Nachmittags durften die Kinder eigene Hütten im Wald bauen. Sie lieferten dabei beachtliche Ergebnisse ab und waren als Teams stolz auf ihre Bauwerke.
Der zweite Abend klang mit einem Lagerfeuer und Stockbrot aus, bevor am nächsten und letzten Morgen die Highlandgames auf dem Plan standen. In zwei Gruppen (Clans) traten die „Mammuts“ nun gegeneinander an: Baumstämme werfen, Nägel einschlagen, Baumstämme sägen, Steine tragen, Sackhüpfen, auf schwebenden Hölzern laufen und Tauziehen waren hier die sieben Disziplinen. Den jeweils ausgedachten eigenen Ruf zum Anfeuern konnte man bei jedem Clan lautstark hören.
Die Zeit zwischen den Programmpunkten war zu keiner Minute langweilig, da einfach so viel kindgerechter Komfort und spielerischer Freiraum zur Verfügung standen. Die warmen Mahlzeiten wurden liebevoll von einer Köchin des Hauses zubereitet. Selbst der obligatorische niederländische Vla erhielt als Garnitur noch ein Herzchen oder ein lachendes Gesicht. Zum Frühstück und zum Abendbrot war man jeweils „Selbstversorger“, wobei alle Lebensmittel vom Organisator bereitgestellt wurden. Irgendwie waren die Vorratsschränke wie von Zauberhand immer wieder gefüllt.
Nach drei erlebnisreichen Tagen kehrte die Klasse 4f stolz und ein wenig müde zurück nach Vreden. Stolz, weil niemanden das Heimweh gepackt hat; ein wenig müde, weil man jeden Augenblick aktiv genossen hat. Ein paar Tage länger hätte die Mehrheit bestimmt noch gewollt und auch geschafft.







