Der bundesweite Tag der Selbsthilfe am 16. September ist immer eine gute Gelegenheit, die Selbsthilfe vorzustellen – gerne auch mal in ganz neuen Formaten!
Und so hat die Selbsthilfe-Kontaktstelle Kreis Coesfeld / Kreis Borken – einzigartig in NRW in ihrer Zuständigkeit für 2 Landkreise – gleich zwei innovative Formate anlässlich des Tages der Selbsthilfe ausprobiert:
Das eine Format richtete sich an die Selbsthilfe-Aktiven der beiden Kreise und lud zum Austausch und zur Vernetzung ein. In der ersten Selbsthilfe-Werkstatt ging es um das Thema „Was brauche ich, um in der Selbsthilfe aktiv zu werden oder aktiv zu bleiben?“
Die Teilnehmenden kamen aus beiden Kreisen im Pfarrzentrum Anna-Katharina in Coesfeld zusammen und haben ihre Gedanken zu dieser Frage ausgetauscht und gemeinsam Ideen für die Zukunft entwickelt. Die Fachkräfte Nicole Nickel für den Kreis Coesfeld und Sabine Bahr für den Kreis Borken haben den Austausch moderiert und die Ergebnisse festgehalten. Dabei stellte sich klar heraus, dass die Gruppen, völlig unabhängig von ihrem Kernthema, alle ähnliche Schwierigkeiten feststellen. Und so bildeten sich zwei Kernfragen heraus: Wie können wir Selbsthilfe in der Öffentlichkeit sichtbar machen? Wie können wir junge Menschen ansprechen und neue Mitglieder für die Gruppe gewinnen?
Am Ende waren sich alle einig darüber, dass der Austausch sich gelohnt hat und dass es bereits Ideen für eine zweite Selbsthilfe-Werkstatt gibt. Dabei könnte es darum gehen, die analoge Selbsthilfegruppe digital vorzustellen und gemeinsam Formate dafür zu entwickeln.
Und diesen Schritt haben die Mitarbeiterinnen der Selbsthilfe-Kontaktstelle mit dem zweiten Format des Tages der Selbsthilfe bereits gewagt!
Die Kolleginnen in der Fachstelle für Suchtprävention des Kreises Borken haben ebenfalls festgestellt, dass analoge Angebote im digitalen Raum präsentiert werden müssen und haben dazu im vergangenen Jahr einen eigenen Podcast namens „Rauschgeflüster“ ins Leben gerufen.
An jedem zweiten Mittwoch im Monat erscheint eine neue Folge. Und am 14. Oktober 2026 ist unsere Kollegin Sabine Bahr für die Selbsthilfe-Kontaktstelle mit dabei! Im Gespräch geht es darum, über Klischees und Vorurteile rund um die Selbsthilfe aufzuklären, die Vielfalt und die besondere Kraft, die der Selbsthilfe innewohnt zu vermitteln und zu zeigen, warum es sich lohnt, in der Selbsthilfe aktiv zu sein.
Der Podcast kann auf allen gängigen Podcast-Plattformen und auf dieser Seite angehört werden.
