Unter dem Motto „Feministischer Kompass: Kurs halten in antifeministischen Gewässern“ kamen vom 17. bis 19. Mai 2026 mehr als 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland zur 29. Bundeskonferenz der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen Deutschlands in Lübeck zusammen. Unter ihnen waren auch acht Gleichstellungsbeauftragte aus dem Kreis Borken:
- Astrid Schupp, Stadt Bocholt (Sprecherin Landesarbeitsgemeinschaft NRW)
- Edith Brefeld, Stadt Gronau
- Sybille Großmann, Stadt Ahaus
- Cordula Mauritz, Stadt Stadtlohn
- Christine Armeling, Stadt Vreden
- Christiane Betting, Stadt Gescher
- Ute Schulte, Stadt Rhede
- Jutta Grave-Möllmann, Kreis Borken
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen aktuelle Herausforderungen für die Gleichstellungspolitik sowie die zunehmende Bedeutung von Antifeminismus als gesellschaftliche und demokratische Herausforderung: „Antifeminismus ist kein Randphänomen, sondern ein Teil öffentlicher Debatten. Die Teilnahme an der Bundeskonferenz der BAG kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen war mir sehr wichtig, um Frauenrechte und damit auch unsere Demokratie zu schützen und die Gleichstellungsarbeit zu stärken“, betonte Jutta Grave-Möllmann, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Borken. Nur so könne „die Gefahr des Antifeminismus verhindert und der Aushöhlung unserer demokratischen Grundwerte entgegengetreten werden“, erklärte sie.
In Vorträgen, Diskussionsforen und Antragsberatungen tauschten sich die Teilnehmenden über Strategien zur Stärkung von Gleichstellung, Teilhabe und Demokratie aus. Im Fokus stand dabei die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen, die Unterstützung von Alleinerziehenden, die Förderung sicherer und gesunder Geburten sowie bessere Rahmenbedingungen für Familien und mehr Steuergerechtigkeit.
Neben der fachlichen Arbeit setzten die Teilnehmenden auch ein öffentliches Zeichen gegen Antifeminismus und beteiligten sich an einer Demonstration durch die Lübecker Innenstadt. Unter anderem fordern sie von der Bundesregierung die Entwicklung eines Nationalen Aktionsplans gegen Antifeminismus. Insgesamt wurden 30 Anträge auf der Konferenz verabschiedet und von der BAG der kommunalen Frauenbüros und Gleichstellungsstellen an die zuständigen Ministerien weitergeleitet.
