Der Vorstand des Heimatvereins Lünten hat kürzlich das Team der ehrenamtlichen Helfer zur Baubesprechung eingeladen, um mit Architekt Boris Wantia eine Zwischenbilanz der bisherigen Sanierungsarbeiten zu ziehen und die nächsten Schritte abzustimmen. Seitdem die charakteristische Mühlenkappe durch das niederländische Spezialunternehmen Vaags & Groot Wesseldijk abgebaut und zur Restauration nach Holland abtransportiert wurde, herrscht im und am Wahrzeichen von Lünten reges Treiben.
Was bisher geschah: Substanz erhalten und modernisieren
Nachdem die Mühle „oben ohne“ war, wurde ein Baugerüst im Inneren der Mühle aufgebaut, das die Sanierungsarbeiten am Mauerwerk ermöglicht: Die Sandsteine im Innenraum werden zurzeit durch ehrenamtliche Helfer fachgerecht gereinigt und ausgebessert. Parallel dazu widmeten sich ein weiteres Team von Helfern um die Restauration der historischen, gusseisernen Fenster. Diese wurden mühsam von alter Farbe und Kitt befreit und sandgestrahlt, so dass sie jetzt neu verglast und gestrichen werden können. Auch im Außenbereich hat sich das Gesicht der Mühle bereits gewandelt. Die alte, baufällige Substanz – der marode Anbau für Küche, WC und Schuppen – wurde abgebrochen und entsorgt. An dieser Stelle entsteht nun ein moderner, massiver Anbau. Die neuen Fundamente sind gegossen, das Mauerwerk steht und eine Bodenplatte aus Sichtbeton wurde bereits eingebaut. Zudem ist die Neuverfugung der Außenfassade abgeschlossen und alle notwendigen Ver- und Entsorgungsleitungen wurden im Boden verlegt.
Die nächsten Schritte: Innenausbau und Optik
In den kommenden Wochen wird das Projekt für Passanten wieder sichtbarer. Der neue Anbau erhält sein Dach sowie eine hochwertige Holzverbretterung als Außenfassade. Ein wichtiger Meilenstein wird das Wiedereinsetzen der frisch restaurierten Mühlenfenster sein, die anschließend mit traditionellen Putzfaschen umrahmt werden. Zeitgleich startet der technische Innenausbau: Die Elektro- und Sanitärinstallationen stehen auf dem Plan, um in dem neuen Anbau eine behindertengerechte Toilettenanlage, eine moderne Einbauküche sowie einen großzügigen Lagerraum fertigzustellen.
Fazit: Ein Projekt der Gemeinschaft
Der Heimatverein freut sich über den stetigen Fortschritt. Mit der Sanierung und dem funktionalen Anbau wird die Lüntener Mühle nicht nur als Denkmal erhalten, sondern gewinnt auch als moderner Treffpunkt für die Gemeinschaft an Bedeutung. Dass die Sanierung trotz der Komplexität so reibungslos voranschreitet, ist kein Zufall. „Alles läuft hervorragend und wir liegen voll im Zeitplan“, zieht das Bauleitungsteam um Boris Wantia ein zufriedenes Fazit. Dies sei vor allem dem außergewöhnlichen Einsatz aller Beteiligten zu verdanken. Ein großes Dankeschön gilt dem Vorstand für die Planung und Koordination sowie den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, die mit unermüdlichem Engagement Hand anlegen, um „Ihre Mühle“ zu bewahren. Ohne diese starke Gemeinschaftsleistung wäre ein Projekt dieser Größenordnung nicht umsetzbar.
