Einsatzzahlen steigen – moderne Technik stärkt die Versorgung

Sachstandsbericht Rettungsdienst in Vreden

Dr. Elisabeth Schwenzow (2.v.l.), Ordnungsdezernentin im Kreis Borken, berichtete zum aktuellen Sachstand im Rettungsdienst. © Stadt Vreden

Im jüngsten Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Generationen und Ehrenamt der Stadt Vreden hat Dr. Elisabeth Schwenzow, Ordnungsdezernentin des Kreises Borken, einen Überblick über die aktuelle Entwicklung des Rettungsdienstes gegeben. Auf Anregung der CDU-Fraktion wurde die Entwicklung des Rettungsdiensts zur Tagesordnung genommen. Dabei wurde deutlich: Die Anforderungen an den Rettungsdienst im Kreis Borken und auch in der Stadt Vreden wachsen stetig – gleichzeitig sorgen technische Innovationen und organisatorische Anpassungen dafür, dass die Versorgung der Bevölkerung weiterhin auf hohem Niveau gewährleistet bleibt.

Der Rettungsdienst im Kreis Borken umfasst derzeit elf Rettungswachen mit insgesamt 19 Rettungswagen (RTW), elf Krankentransportwagen (KTW) sowie fünf Notarztstandorte mit fünf Notarzteinsatzfahrzeugen (NEF). Mehr als 300 hauptamtliche Mitarbeitende leisten jährlich rund 430.000 Personalstunden, um eine schnelle medizinische Hilfe im Notfall sicherzustellen. Träger des Rettungsdienstes ist der Kreis Borken, während der Betrieb der Rettungswachen durch Kommunen oder Hilfsorganisationen erfolgt. In Vreden betreiben die Johanniter derzeit die Rettungswache.

In ihrer Präsentation stellte Dr. Elisabeth Schwenzow auch die Entwicklung der Einsatzzahlen in Vreden vor. Prognosen zeigen, dass insbesondere die Einsätze der Rettungswagen weiter zunehmen könnten. Gleichzeitig bleibt die Einhaltung der sogenannten Hilfsfrist ein zentraler Maßstab: In mindestens 90 Prozent aller relevanten Notfälle soll der Rettungsdienst innerhalb von zwölf Minuten am Einsatzort eintreffen.

Ein wichtiger Fortschritt ist der flächendeckende Einsatz des Telenotarztes im Kreisgebiet. Nahezu alle Rettungswagen sind inzwischen mit entsprechender Technik ausgestattet. Das Personal wurde umfassend geschult. Die Zahl der telemedizinisch begleiteten Einsätze steigt kontinuierlich. Allein im Jahr 2025 wurden kreisweit bereits 319 Einsätze mit Unterstützung eines Telenotarztes durchgeführt, davon 155 in Vreden. Der vergleichsweise hohe Anteil der Einsätze in Vreden ist auch darauf zurückzuführen, dass die Einführung des Telenotarztes zunächst im Bereich Vreden begann und anschließend schrittweise im gesamten Kreisgebiet umgesetzt wurde.“

Darüber hinaus sollen neue Navigations- und Alarmierungssysteme sowie Telematiklösungen künftig dazu beitragen, die Hilfsfristen weiter zu verbessern und den Einsatz der Fahrzeuge effizienter zu steuern. Ein neuer Rettungsdienstbedarfsplan für den Kreis Borken ist für Ende 2027 vorgesehen.

Dr. Elisabeth Schwenzow betonte die Bedeutung eines leistungsfähigen Rettungssystems für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger: „Der Rettungsdienst ist ein zentraler Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Trotz steigender Einsatzzahlen arbeiten wir gemeinsam mit den Kommunen kontinuierlich daran, die Versorgung weiter zu verbessern und moderne Technik sinnvoll einzusetzen, damit Menschen in Not schnell und zuverlässig Hilfe erhalten.“

Mit den vorgestellten Entwicklungen ist der Kreis Borken gut aufgestellt, um auch künftig eine leistungsfähige Notfallversorgung sicherzustellen.

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