Abfallentsorgung ist in vielen Unternehmen weit mehr als das Bereitstellen von Containern und Behältern. Sie erfordert Fachwissen, eine zuverlässige Organisation und die genaue Kenntnis der gesetzlichen Vorgaben. Wie aus diesen Anforderungen erfolgreiches Geschäftsmodell entstanden ist, erfuhren Bürgermeister Dr. Tom Tenostendarp und Wirtschaftsförderer Michael Terhörst bei ihrem Besuch der Abfallberatung Wintershoff (ABW) in Vreden. Gemeinsam mit Geschäftsführer Karsten Wintershoff tauschten sie sich über die Entwicklung des Unternehmens, aktuelle Herausforderungen und die Zukunftspläne des Betriebs aus.
Was 2011 zunächst im Nebenerwerb begann, entwickelte sich innerhalb weniger Jahre zu einem erfolgreichen Unternehmen. Seit 2014 führt Karsten Wintershoff die Abfallberatung hauptberuflich. Dabei profitiert er von seiner langjährigen Erfahrung in der Entsorgungsbranche. Heute beschäftigt das Unternehmen elf Mitarbeitende und betreut Kunden in ganz Deutschland und den Benelux-Ländern.
„Wir fungieren als Dienstleister für sämtliche Entsorgungsfragen. Unsere Auftraggeber erhalten alle Leistungen aus einer Hand und müssen sich nicht mit den zahlreichen gesetzlichen Vorgaben und organisatorischen Anforderungen beschäftigen“, erläuterte Karsten Wintershoff. Gerade in der Abfallwirtschaft seien die rechtlichen Anforderungen hoch und würden stetig komplexer. „Unsere Aufgabe ist es, den Unternehmen in diesem komplexen Umfeld den Rücken frei zu halten“, wie Karsten Wintershoff verdeutlichte. Zu den Leistungen seines Unternehmens zählen dabei unter anderem die Entsorgung auf Baustellen, die Begleitung von Rückbauprojekten sowie die Entwicklung individueller Entsorgungskonzepte.
Aktuell begleitet ABW beispielsweise neben dem normalen Tagesgeschäft spezielle Projekte wie den Rückbau einer Galvanikanlage. Auch bei außergewöhnlichen Ereignissen – wie nach Großbränden oder nach der Flutkatastrophe im Ahrtal – war das Unternehmen im Einsatz.
Die Nachfrage sei hoch, wie Karsten Wintershoff betonte. Die Auftragsbücher seien so voll, dass mitunter sogar schon größere Aufträge abgelehnt werden mussten. „Wir möchten unseren Qualitätsanspruch halten und setzen deshalb bewusst auf gesundes Wachstum statt auf reine Mengensteigerung“, verdeutlichte der Unternehmer.
Besonders stolz sei der dabei auf sein Team. Alle Mitarbeitenden sind als Quereinsteiger in das Unternehmen gekommen. Fachliche Kenntnisse würden intern vermittelt. Wichtiger als fachliche Vorkenntnisse seien die persönliche Einstellung und die Zusammenarbeit im Team. „Die Stimmung im Unternehmen und die Teamchemie müssen passen. Fachwissen kann man lernen, Motivation und Zusammenhalt nicht“, erklärte Wintershoff, der seine Mitarbeitenden vor diesem Hintergrund mehrfach ausdrücklich lobte.
Um das weitere Wachstum zu begleiten, sucht ABW aktuell Verstärkung. Gesucht wird insbesondere eine Unterstützung für die Geschäftsführung. Darüber hinaus wird nach zusätzlichen Lagerflächen gesucht, um die betriebliche Entwicklung auch räumlich abzusichern.
Auch abseits der unternehmerischen Tätigkeit engagiert sich die Abfallberatung Wintershoff vor Ort. Das Unternehmen ist Partner der Norbertschule und unterstützt als Premiumpartner die SpVgg Vreden. Damit unterstreicht der Betrieb seine Verbundenheit mit dem Standort Vreden.
„Die Abfallberatung Wintershoff ist ein Beispiel dafür, wie aus einer innovativen Idee ein erfolgreiches Geschäftsmodell entstehen kann. Gleichzeitig zeigt das Unternehmen, wie wichtig Spezialisierung und Serviceorientierung in einer zunehmend komplexen Wirtschaftswelt sind“, so Bürgermeister Dr. Tom Tenostendarp.
Wirtschaftsförderer Michael Terhörst ergänzte: „Besonders bemerkenswert finde ich, dass ABW ein starkes Team aus Quereinsteigern aufgebaut hat. Auch das kann ein Weg sein, um dem Fachkräftemangel zu begegnen.“

