Fachliche Beratung bei sexualisierter Gewalt

Vertreterinnen und Vertreter vom Arbeitskreis Keine Gewalt an Frauen und Kindern treffen sich

Der Austausch soll fortgesetzt werden. © Stadt Vreden

Der Arbeitskreis „Keine Gewalt an Frauen und Kindern“ hat zu einer öffentlichen Sitzung geladen, um aktuelle Entwicklungen, Hilfsangebote und Präventionsmaßnahmen zu diskutieren. Anja Schmitz von dem Caritasverband Ahaus-Vreden e.V., Fachkraft für spezialisierte Beratung bei sexualisierter Gewalt, erläuterte die spezifischen Unterstützungsangebote für betroffene Kinder, Jugendliche und deren Familien sowie die Zusammenarbeit mit Kinderschutzdiensten, Polizei, Jugendhilfe und therapeutischen Einrichtungen. Fachkräfte aus der städtischen Fachabteilung Familie und Soziales, der Polizei, unterschiedlichen Beratungsstellen, die Schulsozialarbeiterinnen der Verdener Schulen und Vertreterinnen der Elterninitiative „Starke Kinder“ nahmen teil. Sexualisierte Gewalt erfordert eine koordinierte, mehrdisziplinäre Vorgehensweise, um Betroffene frühzeitig zu schützen, Missbrauch aufzudecken und rasch passende Hilfen bereitzustellen. Bereits im Januar fand ein Fachvortrag durch Andreas Purz von der Beratungsstelle Männer gegen Männer-Gewalt statt. Er berichtete von seiner Arbeit und wie wichtig die Arbeit mit den Tätern sei. Die Täterarbeit zielt darauf ab, das Muster zu durchbrechen und neue, sichere Verhaltensweisen zu entwickeln. Durch erlernte Konfliktlösungsstrategien und Emotionsregulation steigt die Stabilität von Beziehungen und das Vertrauen in der Partnerschaft. „Ein stark vernetztes Vorgehen minimiert Abstimmungs- und Verzögerungsschwierigkeiten und erhöht die Wirksamkeit von Prävention und Unterstützung. Der Austausch zwischen Betroffenen, Initiativen, Fachbereichen und Institutionen stärkt Vertrauen, verbessert Zugänge zu Hilfen und ermöglicht eine ganzheitliche Betreuung“, erläutert Christine Ameling Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Vreden und Sprecherin des Arbeitskreises. Wer von Gewalt betroffen ist, kann sich an die oben genannten Stellen vor Ort oder telefonisch Hilfe suchen: Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen 116 016 und Hilfetelefon Gewalt an Männern 0800 1239900.

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