Familienbetrieb mit regionaler Verwurzelung

Bürgermeister und Wirtschaftsförderer besuchen DW-Objektbau

Beim Unternehmensbesuch bei DW-Objektbau in Vreden-Lünten tauschten sich Stadt und Unternehmen über aktuelle Entwicklungen im Baugewerbe aus (v. l.): Bürgermeister Dr. Tom Tenostendarp, Maria Decker (DW-Objektbau), Dominik Decker (DW-Objektbau), Michael Terhörst (Wirtschaftsförderung Stadt Vreden) und Winfried Decker (DW-Objektbau). © Stadt Vreden

Wo gebaut wird, entstehen neue Lebensräume oder Arbeitsplätze und somit oft auch langfristige Partnerschaften in der Region. Einen Einblick in die Arbeit eines Unternehmens, das sich das auf die Fahnen geschrieben hat, erhielten Bürgermeister Dr. Tom Tenostendarp und Wirtschaftsförderer Michael Terhörst bei ihrem Besuch der Firma DW-Objektbau im Vredener Ortsteil Lünten. Dort wurden sie von den Geschäftsführenden Winfried Decker und Maria Decker sowie ihrem Sohn Dominik Decker empfangen. Bei dem Austausch ging es unter anderem um die Entwicklung des Familienbetriebs, aktuelle Herausforderungen im Baugewerbe sowie die Bedeutung regionaler Zusammenarbeit.

Seit mehr als 25 Jahren ist DW-Objektbau tätig, seit rund zehn Jahren am neuen Betriebsstandort in Lünten ansässig und gehörte damit zu den ersten Betrieben im örtlichen Gewerbegebiet. Der Familienbetrieb beschäftigt aktuell 15 Mitarbeitende und ist überwiegend im Wohnungsbau tätig. Die Projekte liegen größtenteils in Vreden und der umliegenden Region. „Wir arbeiten fast ausschließlich regional – viele unserer Mitarbeitenden kommen ebenfalls aus Lünten, Vreden oder den anderen umliegenden Kirchdörfern“, berichtete Winfried Decker. Trotz der allgemein gestiegenen Baukosten sei die Nachfrage bei DW weiterhin stabil. Besonders Wohnungen mit einer Größe zwischen 70 und 90 Quadratmetern seien derzeit sehr gefragt. Nachdem der Bau von Einfamilienhäusern in den vergangenen Jahren eher zurückhaltend verlaufen sei, ziehe aber auch dieser Bereich aktuell wieder spürbar an. Beim Rundgang durch das Unternehmen wurde zudem über aktuelle Herausforderungen der Branche gesprochen. Wie viele Handwerksbetriebe spürt auch DW-Objektbau den Fachkräftemangel deutlich. „Nachwuchs zu gewinnen wird immer schwieriger“, erklärte Dominik Decker. Grundsätzlich sei der Betrieb offen für Ausbildung, jedoch fehlten häufig Bewerbungen. „Noten oder der Schulabschluss stehen für uns dabei nicht im Vordergrund. Wichtig ist vor allem, dass junge Menschen Interesse am Beruf und Freude am Handwerk mitbringen.“ Um Schülerinnen und Schüler frühzeitig für das Bauhandwerk zu begeistern, würde das Unternehmen gerne mehr Praktika anbieten – insbesondere in den Sommermonaten. Gleichzeitig setzt der Betrieb auf ein starkes Netzwerk aus langjährigen Partnern und regionalen Kooperationen.

Die Zusammenarbeit mit der Stadt Vreden wurde von den Unternehmensvertretern positiv hervorgehoben. „Viele Dinge lassen sich unkompliziert und schnell klären. Das erleichtert den Arbeitsalltag sehr“, betonte Maria Decker. Ein Beispiel sei unter anderem die mittlerweile gelöste Situation rund um die Straßenbeleuchtung am Standort. Bürgermeister Dr. Tom Tenostendarp zeigte sich beeindruckt vom Engagement des Familienunternehmens: „DW-Objektbau steht beispielhaft für die vielen mittelständischen Handwerksbetriebe in unserer Stadt, die mit Fachwissen, Einsatz und regionaler Verbundenheit wichtige Impulse für den Wohnungsbau in unserer Region setzen.“ Wirtschaftsförderer Michael Terhörst ergänzte: „Gerade familiengeführte Betriebe wie DW-Objektbau prägen unsere Wirtschaftsstruktur. Gleichzeitig wird hier deutlich, wie groß die Herausforderung ist, Nachwuchs für das Handwerk zu gewinnen. Praktika und frühe Einblicke in den Berufsalltag sind wichtige Bausteine, um junge Menschen für diese Berufe zu begeistern.“

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