Frauen, lasst euch nicht klein machen – ihr seid alle groß und einzigartig

Kabarettabend setzt Impulse für Gleichstellung

Es freuen sich über eine gelungene Veranstaltung: Jutta Grave-Möllmann, Kreis Borken, Christine Ameling, Stadt Vreden, Edith Brefeld, Stadt Gronau, die Künstlerin Heike Sauer, Christiane Betting, Stadt Gescher, Cordula Mauritz, Stadt Stadtlohn, Sybille Grossmann, Stadt Ahaus. © Stadt Vreden

Auf Einladung der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten des Kreis Borken fand am 22. April 2026 im Rahmen der Reihe „Frau und Beruf“ eine besondere Veranstaltung in Vreden statt. Kabarettistin, Referentin und Impulsgeberin Heike Sauer, besser bekannt als Marlies Blume, begeisterte das Publikum mit ihrem Programm „Zur Sache Frau“ unter dem Titel „Schanzengleichheit“.

Im Innovationszentrum der Kemper GmbH widmete sich die Künstlerin auf unterhaltsame und zugleich eindringliche Weise zentralen Themen wie der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, dem Gender Pay Gap sowie dem Care Gap. Dabei gelang es ihr, sowohl Frauen als auch Männer anzusprechen und neue Perspektiven sowie konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Humor diente dabei als Werkzeug, Barrieren sichtbar zu machen und Mut zu neuen Wegen zu geben. Die zentrale Botschaft lautet: Gleichstellung gehört in den Alltag aller Menschen.

Neben den inhaltlichen Impulsen setzte die Veranstaltung auch ein starkes Zeichen der Solidarität. Durch den Verkauf von Getränken, Wein aus Emils Weinbar und Wasser von Kemper, wurde ein Erlös von insgesamt 1.300 Euro erzielt. Die Spendensumme kommt der Frauenschutzwohnung in Gronau zugute. Diese wichtige Einrichtung bietet drei Frauen und sechs Kindern aus dem Kreis Borken in Notsituationen Schutz und Unterstützung und wird ausschließlich durch Spenden sowie ehrenamtliches Engagement getragen.

Ein weiteres Highlight des Abends war die Versteigerung eines von der Künstlerin geschaffenen Bildes. Maria Schemmink aus Vreden erwarb das Bild für 100 Euro, mit dem Wunsch, dass es in der Frauenschutzwohnung einen Platz findet. „Dieser tollen Idee kommen wir gerne nach. Mit dieser besonderen Geste wurde nicht nur die Kunst unterstützt, sondern auch ein dauerhaft sichtbares Zeichen des Engagements gegen Gewalt an Frauen gesetzt“, betonte Christine Ameling.

Rund 140 Besucherinnen und Besucher nahmen an der Veranstaltung teil und zeigten eindrucksvoll, wie kulturelle Formate dazu beitragen können, gesellschaftlich relevante Themen sichtbar zu machen und konkrete Hilfe zu leisten. Der Abend machte deutlich: Wenn Humor, Empathie und Engagement zusammenkommen, entstehen nicht nur neue Denkanstöße, sondern auch echte Unterstützung für Betroffene.

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