Mit „Die unrechte Vergeltung am IJsselmeer“ ist kurz vor Weihnachten Doris Althoffs dritter Fall ihrer Ermittlerin Wallis Windsbraut erschienen. Nun bekommt mit TodesECHO der Kollege Windsbrauts, die ein Sabbatjahr am IJsselmeer nimmt, einen eigenen Fall. Hauptkommissar Paul Fuchs bewohnt während ihrer Auszeit ihr kleines Chalet in Vreden, im nordwestlichen Münsterland. Das real existierende Ferienhausgebiet Seerose liegt direkt an der Grenze zu den Niederlanden und dem Zwillbrocker Venn, dem Naturschutzgebiet mit der weltweit nördlichsten Flamingobrutstätte. Obwohl Paul Fuchs seine Kollegin vermisst, genießt er die Ruhe im Park, liebt die Idylle, die Flamingos, den See direkt vor seiner Haustür.
In einem Hotelzimmer, in dem er irgendwann völlig ungeplant die Nacht mit einer geheimnisvollen Frau verbringt, wird am nächsten Tag eine Leiche gefunden. Er schweigt und ermittelt im Umfeld eines Escortservices und korrupter Hotelangestellter. Unterstützung erhält er von einem traumatisierten Kollegen und einem privaten Ermittler, dessen Eitelkeit und dubiose Methoden Paul an seine Grenzen bringen. Während das Zwillbrocker Venn vor seiner Haustür in trügerischer Ruhe liegt, gerät er in einen Strudel aus Schuld, Loyalität und Gefahr. Als ein weiteres Opfer auftaucht, steht mehr als sein Job auf dem Spiel.
Wie auch in ihren bisherigen Krimis verbindet Doris Althoff Spannung mit einer stark ausgeprägten regionalen Atmosphäre, baut Wendungen und Überraschungen ein. Auch an feinem Humor mangelt es nicht. Auch diesmal ist die Geschichte eng mit der regionalen Kulisse verbunden und lebt von ihrer atmosphärischen Darstellung. Diesmal ist es nicht das IJsselmeer, sondern das Grenzgebiet zwischen dem Münsterland und den Niederlanden. Das Venn mit all seinen Geheimnissen, den einzigartigen, gewaltigen Flamingos, die sich irgendwann in dem Naturschutzgebiet angesiedelt haben und nicht nur für Ornithologen eine wahre Faszination darstellen, sondern jährlich viele Besucher anziehen.
Auch hier spürt der Leser wie bei den Fällen um Wallis Windsbraut, dass die Autorin die Gegend kennt und liebt, es schafft, die Atmosphäre einzufangen und in Worte zu fassen. Der Leser lernt nicht nur den Protagonisten Paul Fuchs, sondern die gesamte Region mit authentischem Ambiente kennen. Die Frage, ob auch Wallis Windsbraut eine Rolle in der Story spielt und wie es mit ihr weitergeht, bleibt zunächst offen. Für humorvolle Szenen sorgt Chris Erle, ein Mitarbeiter der Pricops (Private Cops) und zugleich Stadtratsmitglied, der Fuchs zugeteilt wird, weil seine Kollegin ein Sabbatjahr nimmt und seine Chefin wegen einer Wundheilungsstörung ihres kleinen Zehs eine Rehamaßnahme antritt.
Taschenbuch und E-Book sind soeben erschienen, überall erhältlich, wo es Bücher gibt. Und auch Hörbuch-Fans können sich freuen. Weil es mit TodesECHO in den nächsten Wochen auch wieder was auf die Ohren gibt. Mit der gleichen Leidenschaft, mit der sie ihre Figuren und den regionalen Hintergrund ihrer Geschichten entwickelt, erstellt die Werdohlerin auch kurze Trailer zu ihren neuen Romanen, die einen ersten Einblick ins Geschehen geben. Veröffentlicht werden diese auf ihren Social-Media-Kanälen.
Der Frage, ob bereits ein Gedanke an eine nächste Story existiert, begegnet Althoff lächelnd und nickt. „Nicht nur der Gedanke daran, das Manuskript sei noch nicht lektoriert, aber bereits zu Papier gebracht.“
Weitere Informationen über bereits erschienene Bücher, Lesungen und geplante Projekte gibt es bei Facebook und Instagram, sowie auf der Internetseite der Autorin: www.doris-althoff.de.
Wer dem Ort des Geschehens von TodesECHO näherkommen möchte und sich in das idyllische „Flamingohäuschen“ der Kommissare im nordwestlichen Münsterland einbuchen möchte, findet hier weitere Infos: www.seerose66.de.



