Neue Moorbodenschutzmanagerin beim Kreis Borken

Landschaftsökologin Inga Ahlborn in der Unteren Naturschutzbehörde im Einsatz / landesweit erste Stelle dieser Art

Ein neues Amt im Kreis Borken (v.l.): Bernd Garvert (Fachbereichsleiter Natur und Umwelt) und Stefan Kranz (Untere Naturschutzbehörde des Kreises Borken) begrüßten die neue und erste Moorbodenschutzmanagerin Inga Ahlborn im Team. Zur Begrüßung reiste auch Dr. Malte Conrady (vom ANK-Regionalbüro NRW, LANUK NRW) an.

Der Kreis Borken hat als erste Kommune in Nordrhein-Westfalen eine Moorbodenschutzmanagerin. Die Landschaftsökologin Inga Ahlborn hat diese Aufgabe in der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Anfang Mai dieses Jahres übernommen.

Fachbereichsleiter Bernd Garvert informierte jetzt den Umweltausschuss des Borkener Kreistags über die neue Mitarbeiterin und die damit verbundenen Aufgaben. „Wir freuen uns sehr über kompetente Verstärkung in diesem Bereich, der einen wichtigen Stellenwert in unserer Naturschutzarbeit hat“, hebt Bernd Garvert hervor. „Viele wissen das vielleicht nicht, aber der Kreis Borken ist das moorreichste Gebiet in NRW. Aus diesem Grund arbeiten wir stets in enger Kooperation mit der Landwirtschaft.“ Die Stelle der Moorbodenschutzmanagerin wird durch das ANK-Regionalbüro NRW beim Landesamt für Natur, Umwelt und Klima (LANUK NRW) unterstützt und im Land vernetzt.

Zu den Aufgaben von Inga Ahlborn gehören nun insbesondere die Dokumentation der Moorzustände und die Entwicklung eines Moorbodenschutzkonzepts. Zudem wird sie Renaturierungsmaßnahmen vorbereiten und begleiten sowie zu moorverträglicher Bewirtschaftung beraten. Auch die Vernetzung mit anderen Moorschutzakteurinnen und -akteuren, insbesondere auch grenzüberschreitend mit den Niederlanden, ist angestrebt. „Ich freue mich auf diese neue, spannende Aufgabe“, sagt Inga Ahlborn. „Moore sind einzigartige Lebensräume und komplexe ökologische Systeme, was sie für mich umso interessanter und schutzwürdiger macht.“

Die Stelle der Moorbodenschutzmanagerin wird für einen Zeitraum von sieben Jahren zu 90 Prozent vom Bund im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) gefördert.

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