Es ist immer noch für viele Betroffene ein Tabu-Thema: das Stoma. 160.000 Menschen sind deutschlandweit davon zeitweise oder dauerhaft betroffen. Bei einem künstlichen Darmausgang ging in der Regel eine Krebserkrankung des Darms oder eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung voraus. Menschen mit einer künstlichen Harnableitung, einem sogenannten Urostoma, leiden an einer starken Schädigung der Harnblase oder der Harnwege, dass Urin nicht mehr kontrolliert ausgeschieden werden kann. Für die Betroffenen selbst bedeutet das Stoma eine große Veränderung im Leben. Offen thematisiert werden die Herausforderungen, die durch diese neue Situation bewältigt werden müssen, aber zumeist ungern. Die Stoma-Austauschgruppe des St. Marien-Krankenhauses Ahaus bietet genau hierfür einen Raum. Am Donnerstag, dem 13. August 2026, findet das nächste Treffen statt.
Die Austauschgruppe bietet die willkommene Gelegenheit eines Informations- und Erfahrungsaustausches über das Leben mit einem Stoma sowie gegenseitiger Unterstützung. Geleitet wird die Veranstaltungsreihe von den Pflegeexperten Stoma, Kontinenz und Wunde. Die speziell ausgebildeten Experten sind Ansprechpartner für Patienten und nehmen eine zentrale Rolle in der Versorgung von Menschen mit einem Stoma ein.
In den Treffen wird besonders der Austausch untereinander, von Stomaträger zu Stomaträger, gefördert. Neue Herausforderungen mit einem Stoma betreffen auch die eigene Partnerschaft, sodass auch die Partnerin bzw. der Partner ausdrücklich eingeladen sind, ebenfalls an den Gesprächsrunden teilzunehmen. Die Treffen der Austauschgruppe Stoma finden jeweils am zweiten Donnerstag im Januar, April, Juli und Oktober statt. Treffpunkt am 13. August ist Raum Macke neben der Cafeteria im Untergeschoss des Ahauser Krankenhauses in der Zeit von 14.30 bis 16.00 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos. Um eine vorherige Anmeldung – telefonisch unter Tel. 02561/9923450 oder per Mail (wundmanagement.ahaus@kwml.de) wird gebeten.
