Notinsel-Tattoo macht Kinder auf Anlaufstellen aufmerksam

Notinsel-Symbol zum Aufkleben: Schülerinnen und Schüler lernen, wo sie im Notfall Hilfe finden.

Vorsitzende des Bündnis für Familie Stefanie Hilbing, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Vreden Christine Ameling und die Vredener Schulsozialarbeiterinnen wollen mit den Tattoos auf die Aktion aufmerksam machen. © Stadt Vreden

Die Notinsel ist eine Initiative der Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel, die im Jahr 2002 ins Leben gerufen wurde und bereits seit mehreren Jahren in Vreden Anklang findet. Ziel der Initiative ist es, Kindern in Städten und Gemeinden ein möglichst dichtes Netz an leicht erreichbaren und verlässlichen Anlaufstellen zu bieten. Kinder sollen wissen: Wenn ich unterwegs in eine schwierige Situation gerate, Angst habe oder Hilfe benötige, gibt es Orte, an die ich mich vertrauensvoll wenden kann.

Um die Initiative in Vreden noch bekannter zu machen und insbesondere Kinder auf die Notinseln aufmerksam zu machen, haben die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Vreden, Christine Ameling, und das Bündnis für Familie, Tattoos mit dem Notinsel-Symbol finanziert. Mit Unterstützung der Schulsozialarbeiterinnen werden diese an den Vredener Grundschulen sowie in den 5. und 6. Klassen der weiterführenden Schulen verteilt.

Die Tattoos sollen dazu beitragen, dass die Kinder das Notinsel-Symbol kennenlernen und bewusst wahrnehmen. So erkennen sie den Aufkleber auch an den Schaufenstern und Eingangstüren der teilnehmenden Geschäfte, Unternehmen und Arztpraxen wieder und wissen im Ernstfall, wo sie Hilfe bekommen können.

Gleichstellungsbeauftragte Christine Ameling erklärt: „Bereits 50 Unternehmen, Geschäfte und Arztpraxen beteiligen sich in Vreden an der Aktion Notinsel. Das ist eine beachtliche Zahl und zeigt, wie groß die Bereitschaft ist, Kindern vor Ort eine sichere Anlaufstelle zu bieten. Umso wichtiger ist es, dass auch die Kinder die Notinseln kennen und wissen, dass sie sich bei Problemen dorthin wenden können.“

Über die Notinseln
Als Notinseln können sich beispielsweise Geschäfte, Apotheken, Arztpraxen, Bäckereien oder Kioske beteiligen. Sie sind durch den gut sichtbaren Notinsel-Aufkleber mit der Botschaft „Wo wir sind, bist du sicher!“ gekennzeichnet. Dadurch können Kinder die Anlaufstellen einfach erkennen. Die teilnehmenden Einrichtungen verpflichten sich, Kindern in Not- und Problemsituationen zuzuhören und ihnen zu helfen.

Dabei geht es ausdrücklich nicht nur um akute Gefahren. Auch bei kleineren Problemen und Alltagssorgen können Kinder eine Notinsel aufsuchen – beispielsweise, wenn sie sich verlaufen haben, etwas verloren haben, gestürzt sind, von anderen Kindern geärgert werden oder sich in einer Situation unsicher fühlen.

Wer die Initiative unterstützen möchte, kann sich an das Gleichstellungsbüro der Stadt Vreden unter gleichstellung@vreden.de für weitere Informationen wenden.

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