Im Jahr 1024 steht das Heilige Römischen Reich vor einer wichtigen Entscheidung: Nach dem Tod von Kaiser Heinrich II. soll Konrad II. neuer König werden. Doch seine Wahl ist umstritten. Eine überraschend wichtige Rolle spielt dabei Vreden. Im dortigen adeligen Damenstift wirken zwei einflussreiche Frauen: Adelheid von Quedlinburg und Sophia von Gandersheim. Beide sind Prinzessinnen und Äbtissinnen. Mit klugem Vorgehen und viel diplomatischem Geschick tragen sie dazu bei, eine Lösung im Streit um die Königswahl zu finden. Was genau damals in Vreden geschah und warum Frauen im Mittelalter politischen Einfluss hatten, ist Thema einer Führung im kult Westmünsterland. Sie findet am Samstag, dem 7. März 2026, um 14.00 Uhr statt und dauert etwa 45 Minuten. Die Teilnahme ist kostenlos. Das kult bittet jedoch um Anmeldung unter der Tel. 02861/6811415 oder per Mail an kult@kreis-borken.de, da die Plätze auf maximal 20 Personen begrenzt sind.
Am Beispiel der Schwestern Adelheid von Quedlinburg und Sophia von Gandersheim wird deutlich, dass auch im Mittelalter Frauen Einfluss auf die Politik genommen haben und an wichtigen Entscheidungen beteiligt waren. Ihre Bedeutung und ihre Rolle in der Geschichte rücken besonders zum Weltfrauentag 2026 in den Mittelpunkt. Die Führung zeigt, dass Frauen schon vor vielen Jahrhunderten eine politische Wichtigkeit hatten, die bis heute oft unterschätzt wird.
Zum Hintergrund:
Seit Oktober bietet das kult-Team an jedem ersten Samstag im Monat eine kostenlose Themenführung durch die Dauerausstellung „Grenze“ an. Die Ausstellung beleuchtet den adeligen Damenstift Vreden, aber auch die Grenzregion Westmünsterland/Achterhoek. Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede im alltäglichen Leben und Arbeiten entwickelten sich beiderseits der deutsch-niederländischen Grenze und prägten diese? Antworten darauf liefern die Themenführungen. Besucherinnen und Besucher spüren gleichzeitig spannende Geschichten und Ereignisse auf.
Weitere Informationen zum kult gibt es unter http://www.kult-westmuensterland.de.
