„Klima macht Schule“ – unter diesem Titel richtete sich der diesjährige Wettbewerb um den „Klimaschutzpreis des Kreises Borken“ an die Grund- und weiterführenden Schulen des Westmünsterlandes. Nun ehrte Landrat Dr. Kai Zwicker am Donnerstag, dem 28. Mai 2026 im Borkener Kreishaus die Siegerinnen und Sieger des Wettbewerbs, die mit sachkundigen Aktivitäten die Jury besonders beeindruckt haben. „Besonders wichtig ist mir als Landrat dabei, dass wir unsere schöne Umwelt und Heimat so gut es geht „beschützen und bewahren“ – und das bedeutet auch, dass wir uns an die Veränderungen des Klimas anpassen müssen“, betonte der Landrat. „Die eingereichten Projekte und Aktivitäten – egal ob kleine oder große Aktionen – zeugen von Kreativität, Innovation und einem klaren Bewusstsein für die Zukunft unseres Planeten.“ Genau dieses Ziel verfolge der Klimaschutzpreis. Gemeinsam mit Elisabeth Büning, Leiterin des Fachbereichs Bildung, Schule, Kultur und Sport, und Michael Weitzell, Leiter der Stabsstelle des Kreises Borken, freute er sich über die große Resonanz auf die Ausschreibung.
Den ersten Platz bei den Grundschulen belegte die Von-Galen-Schule in Gescher, der zweite Platz ging an die St. Felicitas Schule in Vreden. Den dritten Platz belegte ebenfalls eine Vredener Grundschule: Die St. Marien-Schule. Bei den weiterführenden Schulen ging der erste Platz an die Losbergschule in Stadtlohn, den zweiten Platz sicherte sich die Gesamtschule in Gronau und den dritten Platz belegte die Anne-Frank-Realschule in Ahaus. „Wir freuen uns über alle eingereichten Projekte: Sie haben gezeigt, dass es vielfältige Ansätze gibt, wie sich Schülerinnen und Schüler mit der Umwelt, dem Klima und nachhaltigem Handeln befassen“, lobte Fachbereichsleiterin Elisabeth Büning die Beiträge.
Der Wettbewerb um den Klimaschutzpreis wurde in Kooperation von Kreisverwaltung (Stabsstelle, Abteilung Klimaschutz und Klimafolgenanpassung sowie Fachbereich Bildung, Schule, Kultur und Sport) und BNE-Regionalzentrum (Bildung für nachhaltige Entwicklung) Stiftung Natur und Landschaft Westmünsterland in Vreden Zwillbrock durchgeführt. Dabei lag in diesem Jahr der Fokus auf dem Thema „Bewusst leben – Verantwortung zeigen im Klimaschutz – eure Ideen für den Kreis Borken“. Die Schulen konnten abgeschlossene oder laufende Vorhaben und Aktivitäten zum Klimaschutz einreichen. Dabei spielte es keine Rolle, ob das Projekt in der offenen Ganztagsschule, beim Schulfest oder bei Projektwochen angesiedelt war. Bei der Jury-Entscheidung fielen Kriterien wie Inhalt, Kreativität, Nachhaltigkeit, Innovation und Übertragbarkeit ins Gewicht. Insgesamt sind daraufhin 24 Beiträge eingegangen. Am 23. April 2026 hatte die Jury dazu getagt und die Gewinnerinnen und Gewinner ausgewählt.
Für die ersten Plätze gab es jeweils ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro, für die zweiten Plätze jeweils eines in Höhe von 500 Euro und für die dritten Plätze eines in Höhe von 300 Euro. „Die Projekte machen deutlich, wie viel Potenzial in der jungen Generation steckt, wenn es um kreative Lösungen für den Klima- und Umweltschutz geht“, hob Stabsstellenleiter Michael Weitzell bei der Preisverleihung hervor. Landrat Dr. Zwicker resümierte dazu: „Für mich seid ihr, aber auch alle anderen teilnehmenden Schulen, Gewinnerinnen und Gewinner, denn ihr habt gezeigt, dass Klima- und Umweltschutz im Kleinen beginnt und man schon damit viel bewegen kann.“
Bei der Preisverleihung wurden die prämierten Projektideen kurz von den Schulen vorgestellt. Die anschließenden Laudationen übernahmen die Kreistagsmitglieder Theodor Nieland (FDP), Ralf Hassing (UWG/Stadtpartei), Barbara Seidensticker-Beining (SPD), Katharina Terhan (CDU), Jens Steiner (GRÜNE/Die Linke) und außerdem Bettina Hüning vom BNE-Regionalzentrum.
Die Preisträger bei den Grundschulen:
1. Platz: Von-Galen-Schule, Gescher
Mit dem ersten Platz beim Klimaschutzpreis 2026 wird die Von-Galen-Schule aus Gescher für ihr Projekt „Gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft – Unser wöchentlicher Projekttag“ geehrt: Die Jury stellte heraus, dass es sich um ein dauerhaft im Schulalltag verankertes und besonders zukunftsweisendes Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung handelt, das demokratisches Lernen, nachhaltiges Handeln und digitale Bildung miteinander verbindet. Im Zentrum stehen die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, die in stufenübergreifenden, altersgemischten Lerngruppen handlungsorientiert und lebensnah bearbeitet werden.
2. Platz: St. Felicitas Schule, Vreden
Die St. Felicitas Schule aus Vreden hat mit dem vielfältigen Projekt „Kleine Hände, große Wirkung: Unser Beitrag zum Klimaschutz am Berkelsee“ bei der Jury Anklang gefunden – und sich so den zweiten Platz gesichert. So lobte sie etwa, dass das Projekt in besonderer Weise theoretisches Lernen im Unterricht mit konkretem, handlungsorientiertem Naturschutz vor Ort verbindet und Kindern früh zeigt, dass ihr eigenes Tun unmittelbare Wirkung auf ihre Umwelt hat.
Hervorgehoben wurde insbesondere die enge Kooperation mit der Stadt Vreden sowie die Entwicklung eines öffentlichen Lehrpfades rund um den Berkelsee, der langfristig als Lern- und Erfahrungsraum für Schulen, Kitas und die Öffentlichkeit dient.
3. Platz: St. Marien-Schule, Vreden
Die St. Marien-Schule aus Vreden sicherte sich mit dem Projekt „Unsere Mini-Papierfabrik – Aus Alt mach Neu“ den dritten Platz beim Klimaschutzpreis 2026: So lobte die Jury, dass das Projekt in besonders eindrucksvoller Weise den bewussten Umgang mit der Ressource Papier in den Mittelpunkt stellt und den Schülerinnen und Schülern aufzeigt, welche Auswirkungen der tägliche Papierverbrauch auf Umwelt und Klima hat. Besonders positiv bewertete die Jury zudem die starke Beteiligung der gesamten Schulgemeinschaft, die von der Klassenratsinitiative über die Umweltchecker-AG bis hin zu Mitarbeitenden aus Sekretariat, Schulleitung und Nachmittagsbereich reichte und so einen breiten Bewusstseinsprozess im Umgang mit Ressourcen anstieß.
Die Preisträger bei den weiterführenden Schulen:
1. Platz: Losbergschule, Stadtlohn
2. Platz: Gesamtschule, Gronau
3. Platz: Anne Frank Realschule, Ahaus
Zur Jury gehörten:
Die Kreistagsmitglieder Jens Steiner (GRÜNE/Die Linke), Bettina Hüning (Mitarbeiterin des BNE-Regionalzentrums Stiftung Natur und Landschaft Westmünsterland), Barbara Seidensticker-Beining (SPD), Doris Fellerhoff (AFD), Theodor Nieland (FDP), Katharina Terhan (CDU) und Ralf Hassing (UWG/Stadtpartei) sowie vom Kreis Borken Elisabeth Büning (Leiterin des Fachbereichs Bildung, Schule, Kultur und Sport), Regina Harbig (Schulaufsicht), Judith Wiltink (Projekt-Verantwortliche), Michael Weitzell (Leiter der Stabsstelle).


